Berlin/London - Was hat der italienische Fußball doch für großartige Schauspieler hervorgebracht. Man erinnere sich nur an Roberto Boninsegna, der bis heute Stein und Bein schwört, dass er am 20. Oktober 1971 beim Achtelfinal-Hinspiel des Landesmeister-Wettbewerbs zwischen Borussia Mönchengladbach und Inter Mailand auf dem Bökelberg von einer Cola-Dose, die ein bis heute nicht identifizierter Zuschauer aufs Feld geworfen hatte, tatsächlich in die Bewusstlosigkeit befördert wurde. Die Mönchengladbacher, die damals zugegen waren, schwören hingegen bis heute Stein und Bein, dass Boninsegna seine Ohnmacht nur vorgetäuscht habe, um einen Spielabbruch herbeizuführen. Fakt ist, dass das 7:1 der Borussen gegen den italienischen Meister nach einer Prüfung durch die Uefa nichts mehr wert war, es gab ein Wiederholungsspiel in Berlin, das 0:0 endete, das Rückspiel konnte Inter mit 2:1 für sich entscheiden. Der Vorfall ist unter dem Titel „Partita della Lattina“, das Büchsenspiel, in die Geschichte des Fußballs eingegangen.

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