Berlin - Dieselbe Figur, dieselbe Frisur. Der reife Thomas Müller hat äußerlich noch viel gemein mit dem 20-Jährigen, der 2010 im südafrikanischen Bloemfontein auf Storchenbeinen im Zickzack durchs Stadion hetzte wie ein Gnu, als gäbe es kein Morgen mehr; zwei Tore nach Kontern durch den Naturburschen aus Pähl am Ammersee im Achtelfinale der Weltmeisterschaft. Am Ende eine 4:1 gegen England mit einer Mannschaft, die niemand kannte. Mit Müller als Sinnbild. Der deutsche Fußball war plötzlich verrückt geworden.

Elf Jahre später ist er sich selbst ein Rätsel. Müller wird zugetraut, das Rätsel zu lösen. Deshalb hat ihn der Bundestrainer aus der Verbannung zurückgeholt. Deutschland ohne Müller war selbst Joachim Löw nicht mehr geheuer. Aber Deutschland ist auch mit Müller bei dieser EM eine Wundertüte. Das Publikum wundert sich über sprunghafte Auftritte. Und Müller wundert sich über das Publikum.

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