Fabio Schneider verlässt Union Berlin und wechselt in die Regionalliga

Der 1. FC Union Berlin lässt sein nächstes Eigengewächs ziehen: Nach der Leihe von Laurenz Dehl wird auch Fabio Schneider zukünftig in der Regionalliga spielen.

Fabio Schneider hat sich dem Greifswalder FC angeschlossen.
Fabio Schneider hat sich dem Greifswalder FC angeschlossen.imago/Koch

Der zentrale Mittelfeldspieler entschied sich für den Greifswalder FC. Das gaben der 1. FC Union Berlin und der GFC am Donnerstagnachmittag bekannt. Der 20-Jährige unterschrieb beim Tabellen-13. der Regionalliga Nordost einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. 

Nach insgesamt sieben Jahren im Verein sagte das Talent zum Abschied: „Ich danke Union für die wunderbare Zeit und bin froh, dass mir der Verein die Möglichkeit gegeben hat, meinen Traum vom Fußball zu verwirklichen. Auch über die Möglichkeit des Wechsels bin ich sehr froh und wünsche dem Verein und den Jungs weiterhin alles Gute für die Zukunft.“

FCU-Geschäftsführer-Profifußball Oliver Ruhnert kommentierte den Vorgang wie folgt: „Fabio ist ein Unioner Eigengewächs und hat sich stets tadellos verhalten. Sein Weg ist noch längst nicht zu Ende, auch wenn es bei uns nicht für Einsätze bei den Profis gereicht hat. Wir hoffen, dass er seine Entwicklung in Greifswald weiter vorantreiben kann und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft.“

Der veranlagte Zentrumskicker hatte besonders in der U17 der Eisernen mit vier Toren und sieben Vorlagen in 25 Einsätzen auf sich aufmerksam gemacht und war auch in der U19 Stammkraft, kam wegen des Corona-Abbruchs jedoch nur auf neun Partien (drei Treffer). 

Fabio Schneider kam für die Profis des 1. FC Union Berlin nur in Testspielen zum Einsatz.
Fabio Schneider kam für die Profis des 1. FC Union Berlin nur in Testspielen zum Einsatz.imago/Koch

Konkurrenz bei Union Berlin war für Fabio Schneider zu groß

Trotzdem statteten ihn die Köpenicker mit einem Profivertrag aus, doch die Konkurrenz auf seinen bevorzugten Positionen war einfach zu stark. Auf der Website der Greifswalder erklärte Schneider: „Ich spiele meist Achter oder Zehner. Ich möchte hier endlich wieder spielen, mich selbst weiterentwickeln und dem Verein bestmöglich helfen und meine Stärken einbringen.“

Bei Union hatte er Leute wie Rani Khedira, Janik Haberer, Andras Schäfer, Morten Thorsby, Genki Haraguchi und Aljoscha Kemlein vor sich, auch Paul Seguin, Levin Öztunali, Milos Pantovic und Kevin Möhwald sind hier zu nennen. Da verwundert es nicht, dass er sich nicht durchsetzen konnte.

Er selbst gab auf der GFC-Homepage an: „Mit dem Abbruch der Corona-Saison in der U19 wurde es schwierig, sich fit zu halten. Dann hoch in den Profikader zu kommen, ist hart. Mir fehlte der Rhythmus mit den Spielen am Wochenende.“

Zu seiner neuen Aufgabe sagte er: „Ich finde, die Regionalliga ist eine extrem gute Liga, wo man sich als junger Spieler beweisen kann.“ Dort wird er unter einem sehr bekannten Namen trainieren. Roland Kroos, Vater von Toni und Ex-Unioner Felix, ist hier der Teamchef.

Von links nach rechts: Trainer Danny König, Teamchef Roland Kroos und Assistenzcoach Velimir Jovanovic sind für die sportlichen Geschicke des GFC verantwortlich.
Von links nach rechts: Trainer Danny König, Teamchef Roland Kroos und Assistenzcoach Velimir Jovanovic sind für die sportlichen Geschicke des GFC verantwortlich.Stefan Bröhl

Der Youngster, der von Januar bis Juni 2022 an den finnischen Erstligisten Kuopion Palloseura ausgeliehen war, trifft beim durchaus ambitionierten Viertliga-Neuling auf mehrere erfahrene Profis. Soufian Benyamina, jüngerer Bruder von FCU-Legende Karim und einst selbst von 2007 bis 2009 in der FCU-U19 aktiv, agiert hier im Sturm, dazu stehen mit Tom Weilandt (einst VfL Bochum) und Guido Kocer (FC Erzgebirge Aue) noch zwei weitere Routiniers im Aufgebot.

Das beinhaltet viele Akteure im besten Fußballer-Alter und mehrere Talente – wie Schneider, der auf seiner Position vergleichsweise wenig Konkurrenz und somit gute Chancen auf regelmäßige Einsätze hat.