Lille - Eine Tour de France hält auch eigenwillige Etappen bereit. Und manche werden in der Rückschau nur als Durchgangsstation in Erinnerung bleiben. Für das zweite WM-Gruppenspiel gegen Spanien (Mittwoch 18 Uhr/ ZDF) im nordfranzösischen Valenciennes hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ein direkt an die Autobahn gebautes Mittelklassehotel in Marcq en Baroeul im Norden von Lille beziehen müssen. Die 38 000-Einwohner-Vorstadt ist von Valenciennes zwar eine Dreiviertelstunde Autofahrt entfernt, aber das gehört für die deutschen Fußballerinnen genauso dazu, die die knapp 600 Kilometer von Rennes nach Lille im Schnellzug TGV.

Die Kunst ist es, Reisen mit Regeneration zu verknüpfen, wenn ein 1:0-Arbeitssieg wie gegen China mit derlei körperlichen Qualen verbunden ist. „Da waren grenzwertige Sachen dabei, mit auf die Füße treten oder in den Gegner reinspringen“, sagte Torhüterin Almuth Schult. Der Auftakt lieferte einen Vorgeschmack auf den weiteren Turnierverlauf: Die Widerstände haben sich im Frauenfußball vergrößert, weil die Athletik bei fast allen Teilnehmern teils signifikant besser geworden ist. Bedeutet: Wer weit kommen will, muss auch weit über die Schmerzgrenze gehen.

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