Lyon - Die Fußballerinnen aus den USA sind zum vierten Mal Weltmeister. Das Team um Spielführerin Megan Rapinoe setzte sich am Sonntag im Finale in Lyon mit 2:0 (0:0) gegen Europameister Niederlande durch und sicherte sich den vierten Titel nach 1991, 1999 und 2015.

Vor 57 900 Zuschauern machten Rapinoe (61. Minute) mit einem verwandelten Foulelfmeter und Rose Lavelle (69.) den Erfolg der Titelverteidigerinnen perfekt. Die Niederländerinnen hielten im achten Endspiel einer Frauen-WM lange gut mit, scheiterten letztlich aber verdient.

Trump gratuliert via Twitter

US-Präsident Donald Trump hat den amerikanischen Fußballerinen zum Sieg bei der Weltmeisterschaft in Frankreich gratuliert. „Herzlichen Glückwunsch an die US-Frauenfußballmannschaft zum Gewinn der Weltmeisterschaft!“, schrieb Trump am Sonntag auf Twitter. Es sei ein „großartiges und aufregendes“ Spiel gewesen. „Amerika ist stolz auf euch alle!“, fügte der Präsident hinzu.

Nicht alle im Team dürften sich über die Glückwünsche von Trump gefreut haben. Spielführerin Megan Rapinoe hatte kürzlich deutlich gemacht, dass sie keine gute Meinung von dem Präsidenten hat. Auf die Frage, ob sie sich nach einem möglichen Gewinn des WM-Titels über eine Einladung Trumps ins Weiße Hause freuen würde, sagte sie: „I'm not going to the fucking White House“ (deutsch: „Ich werde nicht in das beschissene Weiße Haus gehen“).

Trump reagierte daraufhin wie so oft gereizt und erklärte, Rapinoe solle das Land, das Weiße Haus und die amerikanische Flagge nicht missachten, insbesondere weil so viel für sie und das Team getan worden sei. Auf einer WM-Pressekonferenz nahm Rapinoe das Schimpfwort zurück, stand aber weiterhin klar zu ihrer Aussage, nicht ins Weiße Haus gehen zu wollen. Sie ermutigte auch ihre Teammitglieder, die Einladung nicht anzunehmen, um Trump keine Bühne zu bieten.

Rapinoes Teamkollegin Ali Krieger, die zwischen 2007 und 2012 einige Jahre für den 1. FFC Frankfurt in der Bundesliga kickte, erklärte, dass sie eine Trump-Einladung nicht annehmen werde. Sie gehe „absolut nicht“ ins Weiße Haus, sagte die Verteidigerin CNN. „Ich weigere mich einen Mann zu respektieren, der keinen Respekt verdient.“