BerlinKarl Lauterbach ist ja inzwischen eine Art inoffizieller Bundes-Corona-Minister. In dieser Eigenschaft hat der SPD-Politiker und studierte Mediziner an diesem Donnerstag gefordert, dass Leistungssportler bei einem möglichen Verteilungskampf um Impfstoff nicht bevorzugt behandelt werden. Bezeichnenderweise hat zuvor kein Leistungssportler ein solches Privileg für sich beansprucht. Nicht einmal das Personal der Fußball-Bundesligisten und ihres Lobbyverbandes Deutsche Fußball-Liga (DFL), die doch noch während des ersten Lockdowns im Frühjahr lautstark Sonderrechte für sich reklamiert hatten.

Die Pandemie dauert nun schon seit einem Dreivierteljahr an, die Menschen hierzulande haben in dieser Zeit viel über das Virus und den alltäglichen Umgang damit gelernt. Die meisten jedenfalls, auch im bezahlten Sport. Der Profifußball zum Beispiel hat sich mit seinem Dasein in einer Hygieneblase  arrangiert. Als Virenschleuder ist er bisher nicht in Erscheinung getreten, die Zahl der Infizierten in Mannschaften, Trainerteams und Betreuerstäben liegt im Rahmen. Finanziell stehen die Klubs dank satter TV-Einnahmen weiterhin exzellent da.

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