Mönchengladbach - Der Fußballspieler Dante Bonfim Costa Santos ist ein ausgesprochen fröhlicher Mensch, jedenfalls lacht der Verteidiger von Borussia Mönchengladbach gerne, häufig und sehr gewinnend. Ganz besonders strahlt er, wenn er gebeten wird, von seinen schönsten Erfolgen als Fußballer zu berichten.

Mit Standard Lüttich ist Dante 2008 belgischer Meister geworden, „ein großes Erlebnis“ sei das gewesen, erzählt er. Über die anschließende Champions-Leauge-Saison sagt er, „es gibt für Fußballer nichts Schöneres“, selbst die Erinnerung an das verlorene Pokalendspiel mit Lüttich gegen den FC Brügge lassen seine Augen leuchten.

„Das war zwar schade, aber immerhin habe ich so ein Finale schon erlebt“, meint der 28-Jährige. Diese Niederlage ist eine kleine Portion zusätzliche Motivation für das Halbfinale im DFB-Pokal am heutigen Abend gegen den FC Bayern. „Ich will auf jeden Fall das Ticket nach Berlin und noch einmal so ein Endspiel erleben“, sagt Dante.

Dementi mit Unschuldsmiene

Für den Brasilianer ist die große Partie aber noch aus einem anderen Grund etwas ganz Besonderes. Er spielt gegen seinen künftigen Klub, jedenfalls behaupten das verschiedene Medien. Der Kicker mutmaßt gar, dass der Wechsel zu den Bayern nach dem Spiel am Mittwochabend bestätigt werden könnte. Offiziell mögen weder die Gladbacher, noch die Bayern, noch der Spieler selbst den Transfer kommentieren, „Abschied? Welcher Abschied?“, fragte Dante noch am Samstag mit Unschuldsmine. Aber ein Wechsel Dantes zum FC Bayern ist nur logisch.

Der Rekordmeister benötigt einen starken Innenverteidiger, weil Daniel van Buyten seinen Leistungszenit überschritten und Breno eher keine große Zukunft in München hat. Und Dante hat ein Alter erreicht, in dem ambitionierte Fußballspieler noch einen letzten großen Vertrag abschließen. Außerdem träumt er davon, 2014 bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land für die Seleção zu spielen. „Diese Aufgabe ist zwar gewaltig, aber das ist mein großes Ziel“, sagt er. Ein Ziel, das natürlich eher beim international renommierten Klub FC Bayern realisierbar ist. Bisher hat sich Nationaltrainer Mano Menezes zwar noch nicht gemeldet, aber auf die Champions League schaut auch er sehr genau.