Eigentlich wollte ich mich raushalten und mich nicht an der in bestimmten Abständen aufkommenden Stadiondebatte beteiligen. Aber ich habe es mir anders überlegt und will nun auch  kurz meinen Senf dazu geben. Ausgelöst wurde der neuerliche Diskurs, ob das Olympiastadion zu groß und zu unwirtlich für Hertha sei und deshalb endlich ein neues Projekt, ein reines Fußballstadion für vielleicht 60.000 Zuschauer zu errichten sei, durch die zuletzt eher dürftigen Zuschauerzahlen bei einer starken Hertha-Mannschaft. Zudem läuft der Mietvertrag mit der Stadion-GmbH und dem Senat 2017 aus. Hertha-Manager Michael Preetz, der zusammen mit Präsident Werner Gegenbauer solche Gedankenspiele  auf Mitgliederversammlungen stets ad acta gelegt hatte, hatte die Debatte angestoßen – man müsse über neue Dinge in Sachen Stadion nachdenken.

Okay, da stimme ich zu. Aber müsste nicht zuerst auch die Frage erlaubt sein, wie der Verein, mit 33.000 Mitgliedern mit Abstand der größte in Berlin und Brandenburg, mehr Zuschauer ins Olympiastadion locken kann? Natürlich ist zuerst der sportliche Erfolg entscheidend. Der ist im Moment da, das Team spielt eine überragende Saison, aber der Zuschauerschnitt liegt nach dem 27. Spieltag bei 45.615 Besuchern. Das ist Platz 9 in der Liga. Kein gutes Zeugnis für die Weltstadt Berlin.

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