Per Skjelbred hatte es eilig. Der Norweger in Diensten von Hertha BSC hatte 20 Minuten beim 4:1-Testspielsieg gegen Arminia Bielefeld und eine anschließende Trainingseinheit im Amateurstadion in den Knochen, als er mit Hütchen und einer Wasserkiste in den Händen vom Platz eilte. Er müsse die ganzen Sachen schnell wegbringen und im Anschluss noch zackig duschen, gab er den Journalisten zu verstehen. Damit ging der Mittelfeldspieler möglichen Fragen zu seiner Zukunft gleich aus dem Weg.

Der Vertrag des 31-Jährigen läuft im Sommer aus. Allen voran sein Heimatklub, der norwegische Serienmeister Rosenborg Trondheim, hat großes Interesse an den Diensten des 43-fachen Nationalspielers. Skjelbred selbst machte zuletzt immer wieder deutlich, dass er seine Karriere gerne in der Heimat beenden will. In Trondheim begann schließlich seine Laufbahn, dort hat er zudem für sich, Ehefrau Kristina und die beiden Kinder ein Haus gekauft.

Die Tendenz geht aber stark dahin, dass Skjelbred vorerst noch ein Jahr in Berlin dranhängt. Stig Inge Björnebye, der Sportliche Leiter von Rosenborg, sagt: „Für uns ist das Thema durch. Per hat uns klar zu verstehen gegeben, dass er vorerst noch im Ausland bleiben will. Das respektieren wir.“

Trainer Pal Dardai würde sehr gerne über den 30. Juni hinaus mit Skjelbred zusammenarbeiten. „Per ist ein Vorbild, ein echter Kämpfer“, findet der Fußballlehrer. „Er hat ein großes Fußball-Herz. Jeder kann von ihm lernen. Ich wäre also nicht dagegen, wenn er bleibt. Aber die letzte Entscheidung trifft immer der Manager.“ Und was sagt der dazu? Es gebe keinen neuen Stand, alles sei im Fluss, so Michael Preetz. „Wenn es etwas zu vermelden gibt, dann lassen wir es Euch wissen.“

Skjelbred wurde gestern vor 300 Zuschauern im Härtetest gegen den Zweitligisten Bielefeld in der Schlussphase gebracht. Zuvor ließ Dardai wie erwartet seine A-Elf ran. Für die traf Vedad Ibisevic (36.) und die eingewechselten Pascal Köpke (78.), Muhammed Kiprit (82.) und Davie Selke (85.). Zwischenzeitlich sorgte Bielefelds Patrick Weihrauch für den Ausgleich (67.).