Berlin - Alba Berlin hat den ersten Matchball zur Meisterschaft in der Basketball-Bundesliga klar verspielt. Statt am Freitagabend vor den eigenen Fans den Titel zu feiern, erlebte der Titelverteidiger in der dritten Finalpartie gegen den Dauerrivalen Bayern München nach einer schwachen Offensivleistung mit 60:90 (33:52) ein Debakel. Damit führen die Berliner in der Best-of-five-Serie nur noch 2:1. Im vierten Spiel am Sonntag in München hat Alba aber noch einen Matchball.

Beste Berliner Werfer vor 14.500 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof waren Oscar da Silva mit 15 und Maodo Lo mit zehn Punkten. Die Partie begann für Alba zunächst mit einer 4:2-Führung. Es sollte allerdings die letzte in der Partie bleiben, denn danach übernahmen die Bayern das Kommando.

Alba wirkte nervös, fand vor allem offensiv keinen Rhythmus. Hatten die Berliner in den ersten beiden Spielen bei den Rebounds noch die Oberhand, landeten die Bälle dieses Mal meist bei den Gästen. Im zweiten Viertel zogen die Bayern bis 22 Punkte davon (22:44). Alba leistete sich zu viele Ballverluste und zu viele Fehlwürfe. Von zwölf Versuchen jenseits der Drei-Punkte-Linie fand in der ersten Halbzeit nur einer den Weg in den Korb.

Nach dem Seitenwechsel kämpfte Alba zwar, aber es gelang ihnen weiterhin einfach zu wenig. Vor allem die Wurfquote blieb schwach. Statt sich wieder heranzukämpfen, wuchs der Rückstand im dritten Viertel sogar auf 27 Punkte (40:67). Gegen stark spielende Bayern waren die Berliner bis zum Ende ohne Chance. Damit endete für Alba auch eine Serie von 19 Siegen hintereinander.