Heimschlappe wirft Volleys in Champions League zurück

Der deutsche Volleyball-Meister BR Volleys gibt die Hoffnung auf den Verbleib in der Champions League trotz eines klaren Rückschlags nicht auf. „Ich sehe noc...

ARCHIV - Der Kapitän Ruben Schott der BR Volleys konnte die Niederlage gegen Ankara nicht verhindern.
ARCHIV - Der Kapitän Ruben Schott der BR Volleys konnte die Niederlage gegen Ankara nicht verhindern.Andreas Gora/dpa

Berlin-Der deutsche Volleyball-Meister BR Volleys gibt die Hoffnung auf den Verbleib in der Champions League trotz eines klaren Rückschlags nicht auf. „Ich sehe noch nicht, dass wir raus sind“, sagte Zuspieler Johannes Tille nach der 0:3-Heimniederlage gegen das türkische Spitzenteam Halkbank Ankara. Er setzt auf die beiden verbleibenden Partien in der Gruppe B, „in Bulgarien gegen Hebar Pazardzhik sind wir die bessere Mannschaft und dann spielen wir gegen Warta Zawiercie zuhause.“

Allerdings gab die Art und Weise der Niederlage zu denken. Allein im ersten Satz erzielten die Volleys vor der Saison-Rekordkulisse von 5363 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle lediglich 16 Zähler und schafften es auch nicht, trotz einer 24:21-Führung den zweiten Durchgang für sich zu entscheiden. „Wir waren verkrampft, selbst wenn wir - wie in Satz zwei - mit vier, fünf Punkten vorn lagen“, sagte Volleys-Manager Kaweh Niroomand über den Knackpunkt im zweiten Satz, in dem die Gastgeber sechs Satzbälle vergaben und mit 33:35 vom Feld gingen.

Auch Anton Brehme sah im zweiten Durchgang die Chance auf eine Ergebnisverbesserung: „Wir waren dran und hatten wieder unsere Chancen, diesem Spiel eine andere Richtung zu geben.“ Doch der türkische Vizemeister um den überragenden Nimir Abdel-Aziz und den argentinischen Routinier Nicolas Bruno wehrte den Satzgewinn ab und fügte den Volleys nach dem 3:1 im Hinspiel in Ankara die insgesamt zweite Saisonniederlage zu. „Diese Niederlage heute tut ziemlich weh und wirft uns in der Gruppe zurück“, sagte Brehme

Anstatt mit dem erhofften einen Punkt oder bestenfalls sogar drei Zählern eine gute Ausgangsposition zu erlangen, sind die ersten beiden Plätze, die den Sprung in die nächste Runde bedeuten, fast schon außer Reichweite. Mit bestenfalls sechs Punkten aus den beiden letzten Partien können die Volleys darauf hoffen, als bester Gruppendritter die Playoff-Runde zu erreichen. Ein knapper Monat bleibt den Berlinern, um den Akku für das nächste Spiel in Bulgarien zu laden und einen neuen Angriff zu starten. Tille gibt sich jedenfalls kämpferisch: „Wir haben uns noch nicht aufgegeben.“