Der 1. FC Union hat sein vorläufig letztes Heimspiel der Saison mit 3:0 (2:0) gegen den 1. FC Magdeburg gewonnen. Bei dem Sieg durch Tore von Prömel (8.) und Polter (31., 90.) zeigten sich die Magdeburger als perfekter Aufbaugegner für das entscheidende Saisonspiel beim VfL Bochum in einer Woche, denn die Bördestädter erwiesen sich nicht erst in diesem vorletzten Saisonspiel als nicht zweitligatauglich, verloren verdient und beklagen aufgrund des zeitgleichen 3:0-Sieges vom FC Ingolstadt gegen den SV Darmstadt 98 frühzeitig den Abstieg nach nur einem Jahr im Unterhaus.

Für Union hingegen geht es im finalen Saisonspiel in einer Woche in Bochum, nach dem 4:1-Sieg des SC Paderborn gegen den HSV, nur noch um die Frage: Direkter Aufstieg oder Relegation gegen den VfB Stuttgart?

Für das vorläufig letzte Heimspiel der Saison hatte Unions Trainer Urs Fischer seine Mannschaft im Vergleich zu den letzten beiden Partien gegen Hamburg und Darmstadt umgestellt. So begann diesmal Sebastian Polter neben Sebastian Andersson, Joshua Mees ersetzte Julian Ryerson, der von der Startelf direkt auf die Tribüne rotierte. Die Rauten-Formation der letzten Partien blieb aber bestehen, Grischa Römel rückte dabei auf Ryersons rechte Seite.

Prömel artistisch 

Eine Verschiebung, die sich bereits nach acht Minuten äußerst bezahlt machte. Denn nach einer Flanke aus dem Halbfeld köpfte Sebastian Andersson einen Aufsetzer direkt auf FCM-Torwart Giorgi Loria, dessen Abwehrversuch eben Prömel von rechts einschädeln konnte. Die Führung für Union!

Mit der Führung im Rücken konnten die Köpenicker sogleich etwas befreiter atmen und ließen die Gäste aus Sachsen-Anhalt mal zeigen, was sie können. Das dabei weder Torchance noch gar eine minimale Möglichkeit für die Magdeburger heraussprang, gab den Eisernen nur noch mehr Selbstvertrauen.

Die legten stattdessen einfach nach: In der 31. Minute erlief Sebastian Andersson einen schlampig gespielten Pass von Hammann, trotzte eisern dessen verzweifelter Grätsche, flankte auf Sebastian Polter, der frei das zweite Kopfballtor des Tages zum 2:0 einnetzte.

Fünf Minuten später wäre es beinahe Kapitän Christopher Trimmel gewesen, der nach einer abgewehrten Ecke per Direktabnahme zum 3:0 erhöht hätte, doch sein Kracher rauschte knapp über das Tor. Doch auch so ging es mit einer komfortablen Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie sichtlich rauer. Aleksander Ignjovski senste in der 51. Minute voller Frust Robert Zulj um, verpasste dann auch noch dem aufgebrachten Grischa Prömel einen Bodycheck, ehe ihn Schiedsrichter Robert Schröder nach der folgenden Rudelbildung nur mit Gelb verwarnte.

Sportlich war die Partie schon da durch. Für Aufruhr sorgten knapp zehn Minuten vor Schluss allerdings Anhänger des 1. FC Magdeburg, die in ihrem Abstiegsfrust versuchten, ein Tor am Gästeblock aus den Angeln zu reißen. Einschreitende Ordner wurden mit Fahnenstangen attackiert. Erst als die Polizei die Störenfriede im Gästeblock zurückdrängte, konnte das Spiel – nach gut zehn Minuten, fortgesetzt werden. Sebastian Polter erhöhte noch flink auf 3:0, dann kannte der Jubel keine Grenzen mehr.