Heimsieg zum Eurocup-Auftakt: Alba Berlin fertigt Partizan Belgrad mit 111:85 ab

Und dann hatte er noch Geburtstag. Es gab also zwei Gründe für Spencer Butterfield, sich von Albas Fans in der Arena am Ostbahnhof feiern zu lassen. Denn der 25 Jahre alte Guard war gestern beim 111: 85 (57:39) zum Saisonauftakt im Eurocup gegen Partizan Belgrad der Mann des Abends gewesen. Und das nach gerade überstandener Verletzung. Er erzielte 24 Punkte und lieferte nach getaner Abeit eine einfach klingende Erklärung für den klaren Sieg. „Wir haben hart gearbeitet und verdient gewonnen.“

Die Partie hatte holprig begonnen, mit technischen Problemen, allerdings nicht bei Alba, nicht bei Partizan, sondern bei der elektronischen Buchführung in der Halle. Die Anzeige fiel aus, nach einer guten Viertelstunde machten die Gastgeber dort weiter, wo sie davor aufhören mussten. Aus einem 14:10 (6.) wurde  ein 21:12 (7.), weil  Butterfield, der am Sonntag in Weißenfels ins Team zurückgekehrt war, traf.

Nach dem ersten Viertel führte Alba  30:21 und legte weiter vor, 19 Punkte beim 50:31 (17.). Getragen von einer starken Verteidigung verteilten die Berliner die Verantwortung in der Offensive auf viele Schultern. Am Ende sollten elf der zwölf Akteure getroffen haben, davon fünf zweistellig, wobei Niels Giffey, Luke Sikma und Dennis Clifford herausragten, vor allem aber Spencer Butterfield die Frage aufwarf, wie er  auftreten wird, wenn er wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist.

Der Start in die zweite Hälfte geriet indes holprig. Die Belgrader waren offenbar mit guten Vorsätzen und sichtbar mit mehr Energie aus der Kabine gekommen. Die Gäste verteidigten aggressiver, Albas Arbeit unter dem gegnerischen Korb gestaltete sich schwieriger. Drei Minuten vergingen, bis Center Dennis Clifford den Ball zum 61:45 durch den Ring rammte. Die Alba-Fans unter den gut 8 000 Zuschauern spielten nun ihre zahlenmäßige Überlegenheit nun auch akustisch aus. Ein Alley oop von Luke Sikma nach Anspiel von Peyton Siva mobilisierte auch den letzten Anhänger, zumal ein Foul zu einem zusätzlichen Freiwurf und dem 71:53 führte (27.).

Das dritte Viertel gestaltete sich nach Punkten ausgeglichen (19:19), mit einem 76:58 ging Alba in den Schlussdurchgang und hielt Partizan auf Distanz. Sikma demonstrierte mit seinem Dreier zum 81:66 (33.), dass er Albas einer der auffälligsten Spieler in diese Begegnung war, zumal er auch in der Verteidigung einen wichtigen Beitrag leistete. Etwa vier Minuten vor dem Ende der Partie, als an der Mittellinie den Ball eroberte und einen leichten Korberfolg ermöglichte. Anderthalb Minuten später legte Niels Giffey zum 100:78 nach. Da war die Begegnung längst entschieden.