Herthas Stürmer Vedad Ibisevic trifft im Geisterderby gegen den 1. FC Union im entleerten Olympiastadion.
Foto: AFP/Stuart Franklin

Berlin - Knut Beyer, 58, eingefleischter Hertha-Anhänger seit 50 Jahren (ja, tatsächlich!), hat sich am zurückliegenden Wochenende ein, zwei Biere gegönnt. Die Bruno-Labbadia-Hertha besiegte ja nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit den herausragenden Individualisten Matheus Cunha und Krysztof Piatek den Favoriten Bayer Leverkusen 2:0. Das Team machte dem 1. FC Union deutlich, wer die Nummer eins in der Stadt ist. „Diese wichtige Frage ist nun absolut entschieden“, freute sich Beyer bei unserem Telefonat.

Die ewige Diskussion um die Stadtmeisterschaft war vor dem 33. Spieltag in beiden Fanlagern noch einmal aufgeflammt. Beide Teams lagen punktgleich in der Tabelle, bei nur vier Toren Vorsprung für Hertha. Es gab Stimmen aus Köpenick: Wer am Ende der Saison in der Tabelle vor dem Konkurrenten ankommt, ist der wahre Stadtmeister. Manch Unioner wollte am liebsten das 0:4 im zweiten Derby im leeren Olympiastadion verdrängen. Für Hertha geht es aber nicht nur um einen besseren Tabellenplatz als Union, es geht auch ums Prestige und das Seelenheil des Anhangs.

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