Bevor Pal Dardai vieles richtig machte, lag er ein Mal falsch – und zwar so richtig falsch. Vor acht Monaten war das, sein erstes Heimspiel als Trainer von Hertha BSC, der Gegner kam aus Freiburg, und Dardai, der eine Woche zuvor sein erstes Auswärtsspiel gegen Mainz gewonnen hatte, dachte: „Jetzt ist schon alles gut hier.“ Also ließ er seine Mannschaft höher verteidigen, stellte Ronny („Ich kann das, Trainer!“) auf die Sechs, so wollte er die Abstiegssorgen spielerisch vertreiben und verlor das Spiel. Ronny konnte es nämlich doch nicht, Dardai hatte sich einfach vercoacht. Heute sagt er: „Da war ich sehr naiv.“ Und das soll heißen: Er ist es nicht mehr.

Acht Monate später sitzt Dardai auf einem Ledersofa im Medienraum und erklärt, was sich seitdem verändert hat: „In der Rettungsphase bist du nicht Fußballtrainer, sondern Mentaltrainer.“ Warum Hertha nicht mehr unten, sondern oben steht in der Tabelle: „Wir haben Spielzüge trainiert, aber keine Tore geschossen, dann kam Vedad Ibisevic.“ Und wie er es eigentlich geschafft hat, dass eine offensivschwache, verunsicherte Mannschaft plötzlich mutigen Offensivfußball spielt. Zu Gast beim Taktiktalk mit Dardai. Und zunächst die Frage: Wie entsteht ein Matchplan?

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