Niklas Stark.
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BerlinMit gerade einmal drei Jahren lernte Niklas das Fußballspielen. Nach den ersten Schritten bei seinem Heimatklub FSV Ipsheim ging er zum größeren TSV in Neustadt an der Aisch. Als 2004 sein älterer Bruder in die Jugend des 1. FC Nürnberg wechselte, wurde auch Niklas zum Probetraining eingeladen – und überzeugte. Elf Jahre trug er das Trikot des FCN.

Nach einigen Erfolgen, wie der Ernennung zum Kapitän in der U19, wurde Stark im Januar 2013 zum ersten Mal ins Trainingslager der Profis mitgenommen und erhielt kurz darauf seinen ersten Lizenzspielervertrag. Im April berief ihn Trainer Michael Wiesinger in den Kader. Stark wurde zur Halbzeit für den verletzten Feulner eingewechselt – und holte gleich einen Elfmeter heraus. In der Saison darauf waren es bereits 21 Spiele, in denen er auf dem Platz stand.

Abstieg, Wechsel, Nationalmannschaft

Den Abstieg zum Saisonende konnte Stark nicht verhindern. Für ihn und den 1. FC Nürnberg ging es eine Liga tiefer – Stark holte sich unter dem neuen Trainer Valerien Ismael einen Stammplatz und verteidigte diesen auch nach Ismaels Entlassung unter René Weiler. Nürnberg verpasste den Wiederaufstieg, doch in der Fußballwelt hatte man Starks gute Leistungen registriert – und so ging es für den Franken im Sommer 2015 für drei Millionen Euro zu Hertha BSC.

Eine lange Eingewöhnungszeit brauchte Stark nicht: Wenige Wochen nach dem Wechsel stand er zum ersten Mal in der Startelf. Sein neuer Coach Pal Dardai setzte ihn vor allem als Innenverteidiger ein. Ein Schachzug, der sich auszahlte: Stark wurde auf dieser Position zum Leistungsträger.

Auch beim DFB nahm Starks Karriere Schwung auf. 2014 debütierte der 1,90-Meter-Hüne beim 8:0-Sieg gegen Rumänien für die U21-Auswahl, wobei ihm gleich ein Treffer gelang. Drei Jahre später nahm er mit der Mannschaft an der U21-Europameisterschaft teil. Mit Stefan Kuntz auf der Bank und Stark in der Verteidigung wurde Deutschland Turniersieger. Im März 2019 nominierte Nationaltrainer Jogi Löw Stark erstmals für die A-Nationalmannschaft, nachdem er hervorragende Leistungen in der Bundesliga gezeigt hatte und von Vereinen wie Bayern München und RB Leipzig umgarnt wurde. Stark hielt der Hertha aber die Treue: „Ich konzentriere mich zu hundert Prozent auf meine Aufgaben hier und freue mich auf die Arbeit mit dem neuen Trainerteam“, sagte er im Juli 2019 der B.Z.

Niklas Stark.
Foto: imago images / Contrast
Steckbrief Niklas Stark: Daten zum Fußballprofi

Größe: 190 cm
Gewicht: 88 kg
Rückennummer: 5
Position: Innenverteidigung und defensives Mittelfeld
Fuß: rechts
Spielerberater: SportsTotal
Marktwert: 20.000.000 € (laut transfermarkt.de)

Niklas Stark privat: „Das Private ist mein Heiligtum“

Im Internet ist Niklas Stark zurückhaltend, was private Inhalte angeht. „Das ist nicht so meins. Ich bin auf dem Dorf groß geworden, kannte das nicht. Das Private soll auch privat bleiben, das ist mein Heiligtum. Es muss nicht in die Welt rausgetragen werden, was ich zu Abend esse“, sagte er im März 2019 dem Sportbuzzer. Offen spricht er jedoch über seinen ungewöhnlichen Musikgeschmack – er hört gerne Schlager: „Andreas Gabalier ist eine große Nummer, mein Dad hört gerne Helene Fischer. Da gibt es schon ein paar Nummern, die ich auch gerne höre, wenn die Sonne scheint.“

Steckbrief Niklas Stark: Infos zum Privatmenschen (Stand September 2019)

Social Media: Instagram
Geburtstag: 14. April 1995
Familienstand: ledig
Schulabschluss: Abitur