Neuer Geldsegen für Hertha BSC. Der Fußbnall-Bundesligist kalkuliert bereits zusätzlich 100 Millionen Euro ein, und zwar für die laufende Spielzeit. Überwiesen werden soll das Geld von Investor Lars Windhorst. Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller sagt: „Wir sind dem Wachstum verpflichtet.“

Windhorst legt 100 Millionen nach

Von Windhorsts Firma Tennor hat Hertha BSC bereits 125 Millionen Euro erhalten. Damit wurden Schulden abgebaut. Zeitnah wird der Investor nun nachlegen. Das ist im Vertrag so geregelt. „Zeitnah bedeutet für mich hier in der laufenden Saison. Auch das laufende Jahr würde ich nicht ausschließen“, sagte Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. In den nächsten Spielzeiten soll beim Berliner Fußball-Bundesligisten verstärkt in den Kader investiert werden, um den Abstand zu den deutschen Spitzenclubs zu verkürzen.

Investor übernimmt 49,9 Prozent an Hertha

Der Vertrag sieht ebenfalls vor, dass Investor Windhorst 49,9 Prozent der Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA übernimmt. Die sogenannte 50+1 Regel erlaubt keine höhere Beteiligung.

Unabhängig von der sportlichen Krise des Teams von Trainer Ante Covic, das als Tabellenschlusslicht am Sonnabend auf den SC Paderborn trifft, treiben die Hertha-Chefs das Wachstum voran. Die derzeitigen 150 Millionen Umsatz pro Saison müssten relativ schnell gesteigert werden: „Absolut“, sagte Schiller. „Wir haben uns schneller entwickelt als der Markt. Wir sind mit 20 Prozent im Jahr gewachsen, der Markt mit ungefähr zehn Prozent." Schiller sagt zum stetigen Wachstum: "Das ist unser Weg. Sonst hätte doch auch die wirtschaftliche Partnerschaft gar keinen Sinn gemacht.“

Privat finanziertes Stadion

Zur weiteren Entwicklung sei der geplante Neubau einer privat finanzierten, reinen Fußball-Arena unbedingt notwendig, betonte der Geschäftsführer. „Ich habe noch nie so viele Nachfragen von Finanzierungsinstituten, Banken sowie Versicherungen bekommen wie seit der Verkündung des Stadion-Bauplans“, sagte Schiller. Es gebe „drei sehr konkrete Angebote aus Deutschland, Frankreich, England, die wir quasi ziehen könnten“. (cs/dpa)