Pascal Köpke.
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BerlinASV Herzogenaurach und 1. FC Herzogenaurach heißen die Vereine, in denen der junge Pascal mit dem Kicken anfing. Seine Position: Angriff. „Mein Vater hat sich immer ins Tor gestellt, das ist ganz automatisch passiert“, blickte er 2018 im Tagesspiegel auf seine fußballerischen Anfänge zurück. „Gerade als ich klein war, hat er immer viele Bälle durchgelassen und ich dachte: Wow, wie gut bin ich denn. Heute weiß ich: Wenn er Ernst gemacht hätte, hätte ich wahrscheinlich nie getroffen und das Fußballspielen vielleicht sogar irgendwann sein lassen.“

So kam es, dass Pascal Köpke mit sieben Jahren in die Jugend des 1. FC Nürnberg wechselte. Dort durchlief er alle Jugendmannschaften, schaffte es aber nicht in den Profikader – also nahm er den Umweg über die 3. Liga, SpVgg Unterhaching. Für die Spielvereinigung gab er im Juli 2013 sein Debüt – und erzielte sofort einen Treffer, der zum ARD „Tor des Monats“ gekürt wurde.

Über Aue und Karlsruhe nach Berlin

Im Juli 2015 ging es für Köpke, der mit guten Leistungen in Unterhaching auf sich aufmerksam gemacht hatte, weiter zum Karlsruher SC. Zuvor hatte er unter Frank Wormuth für die deutsche U20-Nationalmannschaft debütiert. Die 2. Bundesliga war zunächst jedoch noch ein zu großer Schritt, weswegen der Angreifer im Winter zu Erzgebirge Aue in die 3. Liga verliehen wurde. Mit den „Veilchen“ schaffte er den Aufstieg und Köpke wurde fest verpflichtet.

Mit seinen Leistungen für Aue steigerte Köpke seinen Marktwert von 325.000 auf 2.000.000 Euro. Im Juli 2018 schlug schließlich die Hertha zu – marktwertgerechte Ablöse, Vertrag bis 2022. In Berlin begann aber eine schwere Zeit für den Stürmer: In seinem ersten Jahr brachte er es lediglich auf sieben Kurzeinsätze. Im Kader stehen Ibisevic, Selke, Lukebakio und Redan klar vor ihm. Doch Köpke will sich durchbeißen. So Herthas Manager Preetz im September 2019 zum Kicker: „Im Fall von Pascal war es so, dass ihn das, was an Anfragen kam, nicht gereizt hat. Er will hier um seine Chance kämpfen."

Pascal Köpke.
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Steckbrief Pascal Köpke: Daten zum Fußballprofi

Größe: 177 cm
Gewicht: 75 kg
Rückennummer: 14
Position: Stürmer (zentral, rechts und links)
Fuß: rechts
Spielerberater: ROGON
Marktwert: 1.000.000 € (laut transfermarkt.de)

Pascal Köpke privat: „Es gibt viele Nachteile, einen berühmten Vater zu haben"

„Ich musste mir meine ganze Karriere das Gequatsche von Leuten anhören, dass ich das alles nur wegen meines Vaters erreicht habe“, sagte Pascal Köpke 2018 in einem Interview mit t-online. „Irgendwann lachst du drüber und merkst, dass das einfach nur Neid ist. Meine Freundin hat sich das mehr zu Herzen genommen, weil sie das nicht kannte.“ Dass sein Vater Bundesligaprofi war, hat Pascal aber auch geholfen: „Es ist natürlich für mich als Spieler ein Vorteil, wenn man einen Vater hat, der den Fußball so gut kennt. Er weiß ja auch, wie das Geschäft insgesamt funktioniert.“

In seiner Freizeit schaut Pascal Köpke gern Basketball. Außerdem setzt er sich für Bedürftige ein: 2018 wurde er Botschafter von GoVolunteer, eine Online-Plattform für ehrenamtliches Engagement. Köpke spricht übrigens fließend Französisch, da er als Kleinkind für einige Jahre in Frankreich lebte – sein Vater spielte zwischen 1996 und 1998 für Olympique Marseille.

Steckbrief Pascal Köpke: Infos zum Privatmenschen (Stand Oktober 2019)

Geburtstag: 3. September 1995 in Hanau
Familienstand: ledig
Social Media: Instagram