Sie telefonieren fast täglich, der Vater mit dem Sohn, dazu die viele Nachrichten zwischen Deutschland und der Slowakei, meistens geht es um Fußball, natürlich um Fußball. Wie das Spiel gelaufen ist. Was der Sohn gut macht. Was dem Vater weniger gefällt. Dieser Austausch ist Ondrej Duda wichtig, weil er weiß, dass er ehrliche Antworten bekommt, eine schonungslose Meinung, wo sich nichts mehr schönreden lässt. So war es schon immer: „Mein Vater hat mir nie gesagt, dass ich der Beste bin, auch wenn ich es offensichtlich war. Er hat mir auch nie gesagt, dass ich Profi werde. Er hat es umgekehrt gemacht: Wenn du dich nicht mehr anstrengst, wird es nicht reichen.“

Der Sohn strengte sich an. Es reichte. Er spielt inzwischen bei Hertha BSC. Und der Vater saß mit am Verhandlungstisch, als der Transfer vor zwei Jahren fixiert wurde. Ondrej Duda braucht keinen Berater. Er hat seinen Vater. Nur manchmal, wenn der väterliche Rat am Telefon auszuufern droht, sagt der Sohn: „Komm, lass uns mal das Thema wechseln.“

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.