HAMBURG - Pierre-Michel Lasogga hatte sich schnell entschieden und war auf die Seite der Sieger gewechselt. Der 22-jährige Angreifer des Hamburger SV musste nach der desaströsen 0:3-Niederlage seiner Mannschaft gegen Hertha BSC nicht erst frustriert unter die Dusche gehen, er hatte die 90 Minuten wie ein unruhiges Rennpferd auf der Bank der Reservisten verbracht. Also schulterte Lasogga, für diese Saison von Hertha an den HSV ausgeliehen, flugs seine Sporttasche und huschte in die Kabine von Hertha BSC – dahin, wo er mit großer Wahrscheinlichkeit ab Sommer 2014 wieder ständig zu finden sein wird.

Lasogga hatte nach seinem Muskelfaserriss mit allen Mitteln versucht, gegen Hertha einsatzfähig zu werden, er wolle Trainer Bert van Marwijk „helfen, schnell da unten rauszukommen“, hatte er vor dem Spiel Journalisten forsch in die Blöcke diktiert. Doch die HSV-Ärzte rieten van Marwijk „nur im Notfall“ zu einem Einsatz. „Als es 0:3 stand, war mir das Risiko zu groß, Lasogga zu bringen“, sagte der HSV-Coach später. Ohne den bulligen Angreifer (neun Treffer) präsentierte sich der HSV äußerst harmlos, ohne Zusammenhalt und ist in dieser Verfassung nicht erstligatauglich.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.