Es gibt nur wenige Fußballer, deren Namen die Massen in den Fankurven inbrünstig rufen. Einst galten die Ovationen Hamburgs Mittelstürmer Uwe Seeler, später gab es das lang gezogene „Ruuuuudi“ für Angreifer Rudi Völler. Und im Berliner Olympiastadion raunte die Ostkurve in den zurückliegenden Jahren häufig erwartungsfroh „Rooooonyyyy!“, wenn der knuddelige Brasilianer im Hertha-Trikot mit seinem linken Zauberfuß zum Freistoß antrat.

Solch Emotionen wird es bald nicht mehr geben, denn Ronny, 29, steht nach fünf Jahren in Berlin zum Verkauf. Für die Zweite Liga zu gut, für die Erste Liga nicht voll tauglich – so kann man das Engagement des ein Jahr jüngeren Bruders von Mönchengladbachs Raffael kurz umschreiben. „Ja“, sagt Dino Lamberti, der langjährige Schweizer Berater der Brüder aus Fortaleza, „es hat wohl keinen Sinn mehr mit Ronny und der Hertha. Ich bedauere das sehr, denn einen besseren Verein als Hertha wird Ronny nicht mehr finden.“

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