Hertha BSC: Niederlechner kommt sofort, Mittelstädt bleibt

Während Stürmer Florian Niederlechner schon jetzt zum Kader der Berliner stößt, hat Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt seinen Vertrag bis 2027 verlängert.

Der Berliner bleibt in Berlin: Maximilian Mittelstädt hat seinen Vertrag bei Hertha BSC verlängert.
Der Berliner bleibt in Berlin: Maximilian Mittelstädt hat seinen Vertrag bei Hertha BSC verlängert.dpa/Andreas Gora

Jetzt kommt sie doch sofort, die Verstärkung im Sturm für Fußball-Bundesligist Hertha BSC. Angreifer Florian Niederlechner wechselt mit sofortiger Wirkung vom FC Augsburg nach Berlin, wie der Verein am Mittwoch mitteilte. Der 32-Jährige unterschreibt einen Vertrag bis 2025. Über eine mögliche Ablöse machten beide Klubs keine Angaben. Medienberichten zufolge soll sie im niedrigeren sechsstelligen Bereich liegen. „Wir sind froh, dass wir den für den Sommer geplanten Wechsel nun kurzfristig doch schon in dieser Transferperiode umsetzen konnten“, sagte Herthas Manager Fredi Bobic.

Florian Niederlechner hält sich bereits in Berlin auf

Niederlechner war bereits am Dienstag an der Geschäftsstelle der Berliner gefilmt worden. Der Oberbayer spielte seit 2019 in Augsburg und erzielte in 89 Ligapartien 23 Tore. In dieser Saison traf er in 14 Bundesliga-Spielen viermal. Der Stürmer passt unter anderem wegen seiner starken Arbeit im Gegenpressing gut in das System von Hertha-Trainer Sandro Schwarz, der damit nach dem Abgang von Davie Selke eine neue Alternative zu Stürmer Wilfried Kanga hat.

Als guter Vorlagengeber könnte Niederlechner allerdings auch gemeinsam mit Kanga auflaufen. Im kommenden Spiel beim VfL Bochum am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) aber noch nicht. Niederlechner hat sich im letzten Testspiel mit Augsburg eine kleinere Verletzung zugezogen. „Deswegen kommt das Spiel am Samstag in Bochum auch noch zu früh für mich“, sagte der Stürmer im vereinseigenen Interview.

Gleichzeitig versetzte Niederlechner den FCA mit einem Interview in der Augsburger Allgemeinen in Aufruhr. Der Verdacht: Der Oberbayer wollte einen Wechsel erzwingen und rechnete mit den Augsburg-Bossen ab, die ihn in Sachen Vertragsverlängerung immer wieder vertrösteten. Erfahren wird man es vorerst nicht. Niederlechner verweigerte die Autorisierung, gab die gesamten Zitate nicht frei.

Maximilian Mittelstädt verlängert bis 2027

Nach dieser Personalie vermeldete Hertha am Mittwoch auch noch auf einer weiteren Position Vollzug: Eigengewächs Maximilian Mittelstädt, der seit 2015 als Profi für Hertha BSC spielt, hat seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bis 2027 verlängert. „Wir alle wissen, was wir an Maxi haben. Auf dem Platz ist er ein zuverlässiger Linksverteidiger, der mit seinem Zug nach vorne in der Offensive für gefährliche Momente sorgen kann“, hob Manager Fredi Bobic die Vorzüge des Berliners hervor. Schön während der Hinrunde hatte sich Trainer Sandro Schwarz lobend über die Offensivqualitäten von Mittelstädt geäußert, um den es zuletzt aber immer wieder Wechselgerüchte gegeben hatte. Offenbar war der SV Werder Bremen an einer Verpflichtung des 25-Jährigen interessiert.

Der Junioren-Nationalspieler, der mit der U21 im Jahr 2019 EM-Zweiter wurde, sagte: „Ich muss nicht betonen, welchen Stellenwert Hertha BSC in meinem Leben besitzt. Ich bin als kleiner, unerfahrener Junge in den Olympiapark gekommen und fahre mittlerweile als gestandener Bundesliga-Spieler jeden Tag voller Motivation aufs Gelände.“ Bei seiner Entscheidung, in Berlin zu bleiben, habe für den Linksfuß auch die jahrelange Unterstützung der Fans eine Rolle gespielt: „Auch wenn es mal schwierigere Phasen gab, habe ich zu jederzeit das Vertrauen der Verantwortlichen und den Rückhalt der Fans gespürt. Das treibt mich zusätzlich an, jeden Tag Vollgas für unsere Farben zu geben“, sagte Mittelstädt laut einer Pressemitteilung des Vereins.