Berlin - Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, mit welchen Fragen Pal Dardai und Fredi Bobic nach dem Spiel konfrontiert worden wären. Einen Restart hatten der Trainer und der Manager nach der Länderspielpause ausgerufen, sie wollten beim VfL Bochum die ersten Punkte der Saison holen. Aus wenig hatte Hertha BSC eine 2:0-Halbzeitführung gemacht, aus praktisch nichts den 3:1-Endstand erzielt. Mit seinem Solo und dem ersten Berliner Schuss in der zweiten Hälfte bewahrte Myziane Maolida in der 78. Minute seine sportlich Vorgesetzten mit seinem ersten Bundesligator vor unangenehmen Fragen, die es gegeben hätte, wären Hertha nach dem Seitenwechsel die dringend benötigten drei Punkte noch entglitten. „Das Ergebnis ist schön, effektiv“, sagte Dardai.

Der Ungar wirkte nach dem Schlusspfiff am Mikrofon von DAZN erleichtert, der Druck war schließlich groß und wurde vereinsintern in den vergangenen zwei Wochen auch noch erhöht. Während andere Bundesligisten die Vorbereitung auf die erste Partie nach der Länderspielpause zur internen Analyse, Arbeit an den Fehlern und Regeneration nutzten, hatte Herthas Führungsriege mit Interviews für Aufsehen gesorgt. Dardai selbst kokettierte mit Rücktrittsgedanken und wurde dafür von Fredi Bobic zurechtgestutzt. Der Manager forderte stattdessen Ruhe, sprach von einem Restart und dürfte wohl auch deshalb nur ungern das Interview von Lars Windhorst in der Süddeutschen Zeitung gelesen haben.

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