Berlin - Am Ende des nervenaufreibenden Tages ging Pal Dardai doch noch kritisch mit seiner Mannschaft ins Gericht. „Das war nicht korrekt von den Jungs“, erklärte der 45 Jahre alte Cheftrainer von Hertha BSC im ZDF-„Sportstudio“. Wer sah, wie gelöst Dardai dabei in die Kamera grinste und wie genüsslich er an einer Zigarre paffte, wusste, dass dem Ungarn die zuvor kassierte Bierdusche in der Kabine völlig schnuppe war. Zu groß war die Erleichterung und der Stolz über das am 33. Spieltag vorzeitig Vollbrachte. Ende Januar war er zum zweiten Mal nach 2015 eingesprungen und rettete die Berliner durch das 0:0 gegen den 1. FC Köln erneut vor dem Absturz, was seinen ohnehin bestehenden Legendenstatus bei den Blau-Weißen nochmals zementierte.

Die Party im noblen Teamhotel im Grunewald soll entsprechend ausgelassen ausgefallen sein. Wann wer im Bett war, verriet Dardai am Sonntagvormittag nicht. Er selbst habe den Abend mit Wein und den Zigarren ausklingen lassen – ein Geschenk von Paul Keuter, Mitglied in Herthas Geschäftsleitung. „Eigentlich dachte ich, das sei ein Geldkoffer, aber Geld war nicht drin, sondern zwölf schöne Zigarren“, scherzte Dardai nach der feuchtqualmigen Nacht und schob hinter: „Die habe ich verdient.“

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