Berlin - Die Fans von Tasmania Berlin hatten sich allerhand einfallen lassen, um den legendären Rekord ihres Klubs zu retten. Rund ein Dutzend Anhänger des heutigen Oberligisten versammelten sich vor dem Anpfiff der Partie von Hertha BSC und Schalke 04 vor dem leeren Olympiastadion. „Rettet den Tas Rekord“, stand auf einem Plakat, auf anderen war zu lesen: „Schalke, gib dir gefälligst Mühe“, und „Wenigstens Hertha solltest du doch schlagen können“. Geholfen hat es nichts. Der Revierklub konnte auch das 30. Spiel in Folge nicht gewinnen, verlor gegen das Team von Trainer Bruno Labbadia mit 0:3 (0:1). Während Tasmanias Bundesligarekord von 31 Spielen ohne Sieg aus der Saison 1965/66 und die damit auch die Jahr für Jahr kostenlose Werbung für die Neuköllner bereits nächste Woche durch die Schalker in Hoffenheim wettgemacht zu werden droht, ist der Kelch der Blamage an Hertha vorbeigegangen. „Die Häme wäre sicherlich groß gewesen“, sagte Labbadia über die Fallhöhe.

Dass die Berliner das Jahr nicht am Tiefpunkt beginnen und sich stattdessen nun sogar an einem Wendepunkt einer bisher durchwachsenen Saison sehen, leitete der Hesse unter anderem mit einer SMS ein. Es gehe um die „Lust am Gewinnen“, erklärte Labbadia und nicht darum, „darüber nachzudenken, was passieren könnte“. Das habe er seinen Spielern nochmals am Silvesterabend mit einer Kurznachricht in die interne blau-weiße Chatgruppe geschrieben. „Ich habe ihnen einen guten Rutsch gewünscht. Aber ihnen auch klargemacht, dass ich einfach Bock habe, Erfolg mit ihnen zu haben“, berichtete Labbadia.

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