Berlin-Westend - Als Krzystof Piątek das erste Mal den Rasen des Olympiastadions betrat, ging ein Raunen bei seiner Einwechslung durch die Menge. Lange war die Vorfreude der Hertha-Fans auf einen Stürmer nicht mehr so groß gewesen. Schließlich galt die Verpflichtung des 25 Jahre alte Polen vom AC Mailand als Torversprechen, nachdem Piątek in Italiens Serie A mit 26 Treffern in 55 Spielen für reichlich Furore gesorgte hatte. Nun wird es etwas mehr als ein Jahr später am Sonntagnachmittag, wenn Hertha BSC den Tabellenzweiten RB Leipzig empfängt (15.30 Uhr, Sky), nicht erneut knistern. Zum einen liegt das bekanntlich an der Pandemie, die die Klubs zwingt, weiterhin unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu spielen. Zum anderen daran, dass Piątek gegen die Sachsen nicht von der Bank kommt, sondern in der Startelf von Trainer Pal Dardai stehen wird.

Dass der Nationalstürmer bei Hertha BSC gesetzt ist, hat seine Gründe. Einerseits ist er einer der Nutznießer des Trainerwechsels. Dardais Vorgänger Bruno Labbadia gab bereits in der Saisonvorbereitung recht deutlich zu verstehen, dass er andere Spielertypen präferiert. Deswegen verpflichtete Hertha kurz vor dem ersten Spieltag noch Jhon Cordoba vom 1. FC Köln. Anderseits profitiert Piątek davon, dass sein direkter Konkurrent um den Posten des Mittelstürmers derzeit verletzt fehlt. Der Kolumbianer, der Dardai aufgrund von muskulären Problemen noch gar nicht zu Verfügung stand, macht stetige Fortschritte und übt Druck auf Piątek aus. „Jhon soll nächste Woche wieder mit dem Team trainieren“, erklärte Dardai.

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