BerlinBei Hertha BSC drehte sich diese Woche alles um die Frage: Wer ersetzt im kommenden Spiel Matheus Cunha? Der Brasilianer, seit seiner Verpflichtung im Januar Dreh und- Angelpunkt im Berliner Spiel, kassierte in der Schlussphase beim Derbysieg gegen den 1. FC Union seine fünfte Gelbe Karte und fehlt dem Team von Trainer Bruno Labbadia nun am Sonnabend (15.30 Uhr, Sky) beim schweren Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Dass ein Einzelkönner wie Cunha nur schwer eins zu eins zu ersetzen ist, unterstrich Labbadia. „Matheus schießt nicht nur Tore, sondern kann auch die gegnerische Mannschaft beschäftigen, fordert Bälle und hat ein gutes Tempo. Wir müssen uns was einfallen lassen“, erklärte der 54-Jährige.

Deswegen kündigte Labbadia bereits am Dienstag an, die Trainingseinheiten auf dem Schenckendorffplatz für ein blau-weißes Casting zu nutzen. Zum Glück, aus Herthas Sicht, besitzt der Trainer seit vergangener Woche zwei Kandidaten, die sich im Aufwind befinden und sich im letztlich erfolgreichen Nachbarschaftsduell gegen die Eisernen aufdrängten, Cunhas Ausfall zu kompensieren. Flügelspieler Javairô Dilrosun, 22, und Mittelstürmer Krzysztof Piątek, 25,  drehten das Derby nach ihrer Einwechslung in der zweiten Halbzeit quasi im Alleingang. Dilrosun wirbelte über die linke Außenbahn, sorgte immer wieder mit gefährlichen Tempodribblings für Gefahr und bereitete so beide Piatek-Treffer vor, was Manager Michael Preetz imponierte: „Er hat ein Ausrufezeichen im Derby gesetzt. Das war wichtig für ihn. Er hat eine wahnsinnige individuelle Qualität und gezeigt, dass er uns helfen kann.“

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