Berlin - Sami Khedira hat, als er vor wenigen Wochen Gast im Aktuellen Sportstudio des ZDF war, mehr oder weniger deutlich zu verstehen gegeben, dass er auf der Suche nach einem neuen Verein ist. Denn bei Juventus Turin spielt der Weltmeister von 2014 eigentlich kaum noch eine Rolle. Dafür, so meldet das Fachmagazin Kicker, befindet sich Khedira seit Sonnabend in Berlin. Hertha BSC hat Interesse an Khedira. Und Khedira offenbar an Hertha BSC.

Für Sonntagvormittag ist der Medizincheck für den 33-Jährigen angesetzt, der 2019 von Herzrhythmusstörungen ausgebremst wurde. Nach dem Check soll Khedira offenbar unterschreiben. Der defensive Mittelfeldspieler war 2010 aus der Bundesliga, in der er 2007 mit dem VfB Stuttgart deutscher Meister geworden war, in die Fußball-Welt ausgezogen. Nach mehr als zehn Jahren bei Real Madrid und Juventus Turin sieht es so aus, als kehre er in die Bundesliga zurück.

Khedira hat Kontakte nach Berlin gehalten

Seine Kontakte nach Berlin hatte er immer gehalten. So tauchte Khedira im Januar vor einem Jahr während der Olympia-Qualifikation der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft in der Max-Schmeling-Halle auf.

In dieser Saison kam der defensive Mittelfeldspieler unter Trainer Andrea Pirlo bei Juventus Turin noch gar nicht zum Zug. Bislang gewann er in Italien fünf Meister- und drei Pokaltitel, bei Juve wurde er 145-mal eingesetzt. Er erzielte 21 Tore und bereitete 13 Treffer vor. Schon im vorigen Sommer hatte es Medienbericht gegeben, nach denen Paris Saint-Germain Interesse an Khedira hatte. Auch ein Wechsel in die Premier League, die MLS oder die Bundesliga waren zur Debatte gestanden, ablösefrei. Nun hat offenbar Hertha BSC zugeschlagen.