Berlin - Der FC Viktoria 1889, Berlins verheißungsvoll in die dritte Liga gestarteter Aufsteiger, steht nach sieben Spieltagen auf Rang zwei und strotzt deshalb vor Selbstbewusstsein. Ein kleines Beispiel gefällig: So ist etwa auf einer Tafel in der Geschäftsstelle zu lesen: „Berlins wahre alte Dame heißt Viktoria. Seit 1889.“ Die Anspielung Richtung Hertha BSC – der Verein feiert am 25. Juli 2022 seinen 130. Geburtstag – ist nicht zu übersehen. Viktoria ist tatsächlich drei Jahre und einen Monat älter als Hertha, die überall als die „Alte Dame“ tituliert wird.

Naja, eines ist der Hertha aber immerhin geblieben: In der aktuellen Saison der 1. Bundesliga ist sie der älteste Klub! Doch Alter schützt vor Torheit nicht und das Team von Cheftrainer Pal Dardai steht nach drei Spieltagen und drei Niederlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Nach langer Pause muss ich mir in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, wo nicht alle die blau-weiße Brille tragen, einen bekannten hämischen Spruch anhören: „Willst Du Hertha oben sehen, musst Du die Tabelle drehen!“

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