Neuruppin - Fredi Bobic musste das Gespräch unterbrechen. Das Geschrei auf dem hinter ihm liegenden Übungsplatz im Trainingslager in Neuruppin war schlichtweg zu laut. Besonders Davie Selke äußerte seinem Unmut über einen Pfiff von Trainer Pal Dardai. „Er hat schwere eineinhalb Jahre hinter sich“, erklärte Bobic. Der neue Sportchef von Hertha BSC hegt aber keine Zweifel daran, dass der von Absteiger Werder Bremen zurückgekehrte Stürmer unter Dardai wieder in die Spur findet: „Er ist jemand, der fleißig ist und hart arbeiten kann.“

Eine harte Zeit hat auch Hertha hinter sich, wodurch zwangsläufig auch viel Arbeit auf Bobic zukommt. Seit dem Einstieg von Investor Lars Windhorst im Sommer 2019 sollte eigentlich eine neue blau-weiße Zeitrechnung beginnen. Schlagzeilentechnisch war das der Fall, sportlich nicht. Dass nun am Tag von Bobics erster offizieller Medienrunde mit Berlins Journalisten bekannt wurde, dass der Unternehmer die vorletzte Tranche in Höhe von 35 Millionen Euro überwiesen hatte und im August nochmal 29 Millionen Euro fließen sollen (für dann 66,6 Prozent der GmbH & Co. KGaA – nicht am Verein), ließ Bobic zumindest nach außen hin kalt. „Ich arbeite mit dem Budget, das da ist. Das ich viele Dinge drehen muss, ist völlig klar. Ob Verkäufe, Leihen oder Einkäufe: Da musst du wie ein Chamäleon sein, dich immer der Situation anpassen“, kommentierte er den Wirbel um die Windhorst-Millionen, nachdem Gerüchte über Zahlungsschwierigkeiten beim Unternehmer die Runde machten.

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