Am letzten Spieltag der Bundesliga bekam ich eine nostalgische Anwandlung. Ich hörte mir das Drama um den Klassenerhalt, den noch sechs Mannschaften inklusive Hertha am zurückliegenden Sonnabend nicht sicher hatten, im guten alten Radio an. Für die Konferenzschaltung muss man Nerven besitzen. Meine wurden arg strapaziert. Zusätzlich lief der Live-Ticker der Hertha-Homepage auf meinem iPad.

Radiohören war toll und unglaublich spannend - und die Konferenz fand ja für Hertha ein gutes Ende. Nach der ersten Freude und riesigen Erleichterung stellte sich bei mir jedenfalls ein leichter Beigeschmack ein. Richtig jubeln konnte ich nicht. Mit zwei isländischen „Brennivin“ (Islands klarster Geist), ein Geschenk des ehemaligen Hertha-Profis Eyjölfur Sverrisson, spülte ich die Saison hinunter. Ich hatte in Hoffenheim eine bessere, eine noch kampfstärkere Hertha-Mannschaft erwartet. Mit mehr Leidenschaft, mehr Biss, mehr Willen. Hannover 96 war Berlin an diesem Tag Gott sei Dank auch wohl gesonnen.

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