Berlin-WestendFußball-Bundesligist Hertha BSC bestreitet bereits das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) im Berliner Olympiastadion ohne Zuschauer. Das teilte der Hauptstadtclub am Donnerstag mit. „Es ist schade und schon auch ein wenig bedauerlich, dass wir die nächsten Spiele trotz unseres gut funktionierenden Hygienekonzeptes zunächst erst einmal wieder ohne Zuschauerinnen und Zuschauer austragen werden“, sagte Manager Michael Preetz. Der Club akzeptiere diese Entscheidung aber „nicht nur“, sondern betonte, „dass die Gesundheit der Allgemeinheit auch für uns stets im Vordergrund stand und weiterhin steht“.

Die neuesten Beschlüsse der Politik, nach denen im Profisport bis Ende November nur noch Geisterspiele ausgetragen werden dürfen, greifen eigentlich erst ab kommenden Montag. Trotzdem werden am sechsten Spieltag im Corona-Hotspot Berlin mit stark steigenden Infektionszahlen bereits keine Fans mehr dabei sein. Schon am Montag hatte Hertha den bereits angelaufenen Ticketvorverkauf für die Begegnung ausgesetzt.

Am vergangenen Samstag waren beim Heimauftritt von Herthas Stadtrivalen 1. FC Union gegen den SC Freiburg (1:1) noch rund 4500 Zuschauer vor Ort, während in vielen anderen Stadien der Bundesliga bereits keine Fans mehr zugelassen waren. Das hatte nicht nur in der Berliner Politik für viel Kritik und Unverständnis gesorgt.