Große Erleichterung: Jürgen Klinsmann jubelt, nachdem Dodi Lukebakio das 2:1 in Wolfsburg erzielt hatte.
Foto: Bongarts/Getty Images

Berlin - Es ist nicht davon auszugehen, dass sich Jürgen Klinsmann in den zurückliegenden Tagen viele Sportsendungen im Fernsehen angeschaut hat. Dafür hatte Herthas Trainer keine Zeit. Es war auch nicht sehr angenehm für den 55-Jährigen, was dort beinahe in Dauerschleife über die Bildschirme flimmerte. Vor dem am Sonnabend in letzter Minute mit 2:1 gewonnenen Auswärtsspiel der Hertha beim VfL Wolfsburg wurden beinahe genüsslich sämtliche Treffer der Wolfsburger vor nunmehr fast elf Jahren bei einem 5:1-Sieg gegen den FC Bayern gezeigt. Trainer der Münchner damals: Jürgen Klinsmann. Besonders das wunderbare Tor des Brasilianers Grafite war überall in Zeitlupe zu bewundern. Der Brasilianer hatte zwei Münchner Abwehrspieler ausgetrickst, Torwart Michael Rensing umkurvt und mit dem Rücken zum Tor den Ball per Hacke versenkt. Eine Demütigung. Noch einmal sah man Manager Uli Hoeneß mit dick aufgeblasenen Wangen und Jürgen Klinsmann mit gesenktem Kopf in der Wolfsburger Fußball-Arena. Drei Wochen nach dem Desaster wurde Klinsmann entlassen.

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