Ausnahmsweise einen Schritt schneller: Herthas Lucas Tousart (l.) und Hamburgs Jeremy Dudziak.
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HamburgDa ist noch jede Menge Arbeit für Trainer Bruno Labbadia, um Hertha bis zum ersten Pflichtspiel nächsten Freitag, der Pokalpartie bei Zweitligist Eintracht Braunschweig, auf Trab zu bringen. Die Generalprobe beim Hamburger SV ging daneben. 0:2 (0:2) verloren die Blau-Weißen.

Okay, drei echte Stammkräfte fehlten mit dem Polen Kris Piatek, dem Tschechen Vladimir Darida (beide mit ihren Nationalteams unterwegs) und dem verletzten Belgier Dedryck Boyata (Adduktorenprobleme). Trotzdem war der Auftritt beim Zweitligisten aus Hamburg wirklich zu schlapp und ideenlos.

Die Hanseaten gingen hart in die Zweikämpfe, vielleicht hatten Herthas Profis in einem Freundschaftsspiel nicht damit gerechnet. Die Blau-Weißen hatten arge Probleme, um überhaupt ein druckvolles Offensivspiel aufzubauen.

Der HSV schaffte es quasi mit dem ersten Angriff zum Tor zu kommen. Eine Flanke bekam Maxi Mittelstädt beim Grätschen an die Hand. Elfmeter! Aaron Hunt verwandelte eiskalt zum 1:0 (7.). Einzige wirkliche sehenswerte Aktion von Hertha in der ersten Halbzeit: In der 9. Minute zog Matheus Cunha aus 20 Metern ab.  HSV-Keeper Daniel Fernandes Heuer konnte den Hammer nur mit den Fäusten nach vorne abwehren. Labbadia wollte mehr von seiner Truppe sehen, brüllte immer wieder von der Seitenlinie aufs Spielfeld.

Hamburg wirkte frischer. Khaled Narey mit scharfer Flanke in den Hertha Strafraum und Lukas Hinterseer schob den Ball mit der Brust über die Linie – 2:0 (34.). So ging es in die Pause. Nicht mehr auf dem Platz kam danach Dodi Lukebakio. Mit dessen Leistung war Labbadia gar nicht zufrieden. Für ihn spielte der Australier Mathew Leckie dann auf dem rechten Flügel.

Viel besser wurde es aber auch nicht. Cunha hatte auch die zweite Torchance, köpfte aber knapp neben den linken Pfosten (56.). Es blieb beim 0:2. Bis Freitag muss sich im Team noch einiges tun, damit es kein Pokal-Aus in Braunschweig gibt.