Hertha verpasst Endspiel beim Wörthersee-Cup

Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat sein erstes Testspiel während der WM-Pause verloren. Im Halbfinale des Wörthersee-Cups unterlag die Mannschaft von Hertha...

Klagenfurt-Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat sein erstes Testspiel während der WM-Pause verloren. Im Halbfinale des Wörthersee-Cups unterlag die Mannschaft von Hertha-Trainer Sandro Schwarz dem Drittligisten 1860 München am Samstag mit 3:4 im Elfmeterschießen. Zum Ende der normalen Spielzeit hatte es 3:3 (1:1) gestanden. Damit trifft Hertha im Spiel um Platz drei am Sonntag auf den österreichischen Zweitligisten Grazer AK, der im ersten Halbfinale gegen Gastgeber Austria Klagenfurt mit 1:2 verloren hatte.

Trainer Schwarz schickte bis auf Torwart Philip Sprint pro Halbzeit zehn verschiedene Feldspieler auf den Platz. Hertha tat sich zunächst gegen den zwei Klassen tiefer spielenden Kontrahenten sehr schwer und musste nach 20 Minuten ein Gegentor durch Albion Vrenezi hinnehmen. Danach kamen die Berliner besser auf, agierten aber vor dem Münchner Strafraum zu planlos. Auch der Ausgleich in der 41. Minute fiel eher zufällig, nachdem ein Pass von El-Jindaoui auf Chidera Ejuke von dessen Hacke zu Wilfried Kanga kullerte, der den Ball aus rund 14 Metern ins lange Eck schob.

Nach der Halbzeitpause erwischten die Berliner den besseren Start. Nach einer schnell ausgeführten Ecke drang Dodi Lukebakio in den Strafraum ein und passte in die Mitte. Hertha-Verteidiger Agustin Rogel verpasste, dafür vollendete das Bein des Münchners Quirin Moll die scharfe Hereingabe des Belgiers zur Berliner Führung. Doch 1860 steckte nicht auf und kam nach einem Freistoß und einem Fehler von Torwart Sprint durch Fynn Lakenmacher zum Ausgleich (72.).

Lukebakio erzielte mit einem schönen Schlenzer von der Strafraumlinie drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den vermeintlichen Siegtreffer, doch Leandro Morgalla rettete 1860 mit dem dritten Münchner Treffer in der dritten Minute der Nachspielzeit ins anschließende Elfmeterschießen. Dort hatten die Münchner das glücklichere Ende für sich.