Man muss das Gesicht schon kennen. Einen Hinweis gibt es nämlich nicht. Kein Name, kein Vereinslogo, nur der Swoosh des Ausrüsters in der unteren Bildecke. Ansonsten: ein junger Mann, bodenlos zwischen vielen Buchstaben schwebend, leicht nach hinten gebeugt, als müsste er gleich einen Ball wegköpfen. Wären da nicht die sprunghemmend in die Jackentaschen gesteckten Hände. Aber es geht ja auch nicht um Fußball. Es geht um Mode. Sneakers. Casual Look. Dafür macht Niklas Stark zurzeit Werbung in vielen U-Bahnhöfen dieser Stadt.

Nike hat den Innenverteidiger oder auch mal Sechser von Hertha BSC für eine europaweite Kampagne gebucht. Teamkollege Mitchell (swag for life) Weiser war auch dabei und noch ein paar andere Toptalente von Topklubs wie Arsenal London oder Paris St. Germain. „Das ist für mich eine Ehre. Es war mein erstes professionelles Fotoshooting, es hat Spaß gemacht“, sagt Stark zu Beginn des Gesprächs. Die Kampagne sei gut für alle. Für Hertha, für ihn selbst und die Fans, die sagen können: Schau her, das ist ja einer von uns! Damit sind die wichtigen Themen benannt, um die es gehen soll vor dem Auswärtsspiel bei RB Leipzig am Sonnabend um halb vier. Geld, Image, Identifikation.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.