Historischer Sieg: die Stimmen zu Unions 6:1 auf Schalke

Wie Trainer Urs Fischer und Manager Oliver Ruhnert den Kantersieg der Eisernen bewerten.

Etwas unwirklich: das Endergebnis auf der großen Anzeigetafel in der Arena AufSchalke
Etwas unwirklich: das Endergebnis auf der großen Anzeigetafel in der Arena AufSchalkeimago/Ruhrfoto

Oliver Ruhnert (Geschäftsführer Profifußball Union Berlin): „Jeder Schuss war heute ein Treffer, einmal ging der Ball noch gegen die Querlatte, Schalkes Keeper Alexander Schwolow hatte ja im Endeffekt nur eine Parade gleich zu Beginn. Wenn du auswärts 6:1 gewinnst, kann man eigentlich nicht viel dazu sagen, wenn es in der ersten Hälfte auch ein paar Dinge gegeben hat, über die man reden könnte. Die Mannschaft macht das momentan sehr gut, wir haben zehn Punkte. Wir wissen das aber auch einzuordnen.“

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): „Es wird wichtig sein, dieses Resultat richtig einzuordnen. Die 3:1-Pausenführung war eher glücklich, Schalke war in der ersten Hälfte besser im Spiel, aggressiver, agiler als wir. Was gut war: Wir waren sehr effizient. Nach dem 4:1 ging das Spiel wirklich in eine Richtung, zum Schluss war es ein zu hohes Resultat.“

Janik Haberer (Mittelfeldspieler Union Berlin): „Es lief heute einfach für uns, Schalke hätte auch in Führung gehen können, aber das ist dann uns gelungen. Das 4:1 unmittelbar nach der Pause war schließlich der K.o. für Schalke.“

Robin Knoche (Abwehrchef Union Berlin): „Zur Halbzeit haben wir vielleicht ein bisschen Glück mit dem Spielstand, aber das 4:1 direkt nach der Pause kam uns sehr zu Gute. Danach haben wir es super runter gespielt, trotzdem war es harte Arbeit. Jetzt freuen wir uns über das Ergebnis und dann geht die Vorbereitung auf das nächste Spiel los.“

Sebastian Polter (Stürmer Schalke 04): „Wir sind heute als Mannschaft gegen Ende komplett auseinandergefallen. Das darf uns einfach nicht passieren.“

Frank Kramer (Trainer Schalke 04): „Es war eine sehr schmerzhafte Niederlage - die Höhe, aber auch das Zustandekommen. Wir haben es in der ersten Hälfte gut angenommen, unsere Möglichkeiten gehabt, aber die Tore zu leicht hergegeben. Union hat sich mit Körperlichkeit durchgesetzt, wir müssen uns besser wehren, besser durchsetzen. Das vierte Gegentor hat uns den Stecker gezogen, der Glaube war nicht mehr da. Es war sehr schmerzhaft und ernüchternd für uns.“