Chemnitz - Dem Chemnitzer FC ist ein Befreiungsschlag gelungen. Nicht auf dem Fußballplatz, erst am 14. März steht nach dem Lockdown in der Regionalliga Nordost wieder eine Begegnung an, in Chemnitz gegen Hertha BSC II. Befreit hat sich der CFC endgültig von seiner Schuldenlast und dem Insolvenzverfahren. Das Amtsgericht Chemnitz stimmte am Freitag einem entsprechenden Antrag zu.

„Diese unsägliche Last ist weg“, sagt die Vorstandsvorsitzende Romy Polster. „Der heutige Tag wird in die lange Historie des Chemnitzer FC eingehen. Und er ist der Grundstein dafür, dass wir die Zukunft des CFC wieder eigenverantwortlich und tatkräftig mit der Unterstützung des gesamten Umfelds gestalten können.“ Im Interview mit dem MDR sagte Polster: „Ab Montag werden wir unsere Geschicke wieder selbst in die Hand nehmen dürfen aber auch müssen. Es ist eine Zukunft da, die wir gestalten wollen und werden. Wir sind wieder da!“

Der Chemnitzer FC hatte im Juni 2018 wegen hoher Verbindlichkeiten ein Insolvenzverfahren eröffnet. Bei einer eindrucksvollen Rettungsaktion sammelten Mitglieder, Fans, Sponsoren und Unterstützer innerhalb kürzester Zeit über 450.000 Euro zur Rettung des Vereins. Knapp drei Jahre später ist die Insolvenz offiziell beendet. Der Insolvenzverwalter muss dem Vereinsvorstand die gesamten Unterlagen wie Bücher, Geschäftspapiere oder Urkunden zurückgeben.

Sportlich soll es Ende kommender Woche weitergehen für den Tabellenneunten. Die Partie gegen  Hertha II soll zeigen, wie das Team den Lockdown überstanden hat. In der Zwischenzeit hat sich der CFC auf einer Position im Management verstärkt. In dieser Woche nahm Marc Arnold seine Arbeit als Geschäftsführer Sport auf. Der ehemalige Profi von Hertha BSC war unter anderem Sportlicher Leiter bei Eintracht Braunschweig.