Hoffenheims Hoch: „Nicht chancenlos“ gegen Bayern

Nach dem bemitleidenswerten FC Schalke 04 bekommt Hoffenheim nun einen Gegner, an dem sich ablesen lassen wird, wie weit die TSG unter ihrem neuen Coach wirk...

ARCHIV - Hoffenheims Trainer Andre Breitenreiter im Ínterview mit Sky.   - Nutzung nur nach schriftlicher Vereinbarung mit der dpa
ARCHIV - Hoffenheims Trainer Andre Breitenreiter im Ínterview mit Sky. - Nutzung nur nach schriftlicher Vereinbarung mit der dpaHasan Bratic/dpa/Archivbild

Zuzenhausen-Als Trainer hat André Breitenreiter bisher alle sieben Bundesliga-Spiele mit dem SC Paderborn, Schalke 04 und Hannover 96 gegen den FC Bayern glatt verloren. „Als Spieler habe ich durchaus gegen Bayern gewonnen und auch Tore erzielt - aber das wird wahrscheinlich nur ganz, ganz wenig bis gar keine Rolle am Samstag spielen“, sagte der Chefcoach der TSG 1899 Hoffenheim vor dem Spitzenspiel (15.30 Uhr/Sky) in Sinsheim gegen den Meister aus München schmunzelnd. Entscheidend aber, und darauf baut der 49-Jährige, könnte sein, dass sich sein Team derzeit in einer Top-Verfassung befindet.

„Wir haben ebenfalls eine Mannschaft von toller Qualität. Also wollen wir selbstbewusst auftreten. Ich hoffe, dass wir an die Leistung der vergangenen Spiele anknüpfen können“, sagte Breitenreiter. Dass der zweimalige Gegner FC Schalke 04 beim 0:3 in der Liga und beim 1:5 im DFB-Pokal kaum mit dem FC Bayern zu vergleichen ist, weiß er natürlich. Und dennoch: „Ich bin mir sicher, dass wir nicht chancenlos sein müssen.“

Zumal die Hoffenheimer in vier der letzten sechs Heimspiele gegen die Münchner gepunktet habe - vergangene Saison gab's ein 1:1 und davor drei Siege. Nach zehn Partien unter Breitenreiter, dem Meistertrainer des FC Zürich und Nachfolger von Sebastian Hoeneß, herrscht eitel Sonnenschein rund um das Trainingszentrum in Zuzenhausen. Mit 17 Punkten steht der Tabellenvierte bestens da. Nur zwei sehr bekannte Hoffenheimer Trainer holten zu dem Zeitpunkt mehr Punkte als Breitenreiter (17): Julian Nagelsmann (20 in 2016) und Ralf Rangnick (22 in 2008).

Sehr fraglich ist derweil, ob Topstürmer Andrej Kramaric gegen die Bayern mitwirken kann. „Andrej hat heute einen Lauftest unternommen, er hat noch Schmerzen im Fuß. Er wird es morgen im Abschlusstraining versuchen, dann werden wir sehen, ob er eine Option fürs Wochenende ist“, sagte Breitenreiter.

Der 31 Jahre alte Kroate plagt sich schon länger mit einer Sprunggelenkblessur herum. Es sei keine schlimme Verletzung, sagte Breitenreiter diese Woche, aber man müsse aufpassen, dass sie nicht chronisch werde. Kramaric hat zudem auch seine WM-Teilnahme in Katar im Blick.

Wie zuletzt gegen Schalke könnten wieder Munas Dabbur und Georginio Rutter stürmen. Gerade der Israeli Dabbur, der im Januar 2020 für 12 Millionen Euro vom FC Sevilla kam und immer wieder um seinen Platz im Team kämpfen musste, überzeugte zuletzt als cleverer Vollstrecker. In den vergangenen drei Spielen stand der 30-Jährige in der Startelf und traf viermal. „Der Kopf ist frei und es macht Spaß“, erklärte Dabbur nach seinem Doppelpack im Pokal. „Momentan ist er in einer super Verfassung, das zeigt er in jeder Trainingseinheit“, lobte sein Coach.

Auch der spanische Flügelflitzer Angeliño überzeugte zuletzt und feierte am Dienstag sein erstes Tor für die TSG. Dem Ex-Leipziger sei „ein Stein vom Herzen gefallen, dass der Ball endlich im Netz gezappelt hat“, berichtete Breitenreiter. Noch auf seinen ersten Saisontreffer wartet Offensivmann Christoph Baumgartner.

Auf jeden Fall ersetzen muss die TSG am Samstag Abwehrchef Kevin Vogt wegen dessen Gelb-Sperre, als möglicher Ersatz gilt Kevin Akpoguma. Zudem fehlen die Dauerverletzten Benjamin Hübner, Ihlas Bebou und Ermin Bicakcic und Ersatzkeeper Luca Philipp (Finger-Operation). Ein Wackelkandidat ist Pavel Kaderabek wegen Wadenproblemen.

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