Berlin - Nach den umstrittenen Trauerbekundungen für einen Rechtsextremen beim Regionalligaspiel des Chemnitzer FC hat sich auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zu Wort gemeldet.

„Ich halte es für richtig und absolut notwendig, dass die Verantwortlichen beim Chemnitzer FC und beim Nordostdeutschen Fußballverband die erforderlichen Konsequenzen ziehen“, teilte Seehofer in einer Stellungnahme mit: „Sport soll eine integrierende Wirkung haben und Menschen miteinander verbinden. Hier darf es keinen Raum für Rechtsextremismus und Rassismus geben.“

Geschäftsführer zurückgetreten

Beim Spiel gegen VSG Altglienicke (4:4) am vergangenen Samstag war im Chemnitzer Stadion eines rechtsradikalen Fans gedacht worden. Inzwischen trat Geschäftsführer Thomas Uhlig zurück, der Klub trennte sich am Montag von der Fanbeauftragten, zudem wurden ein Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung und der Stadionsprecher freigestellt.

Der Klub hatte am Montag bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen des Anfangsverdachts einer Nötigung und der Androhung schwereren Landfriedensbruchs Strafanzeige gestellt. Auch der NOFV hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen. (sid)