Berlin (dpa) – - Das Host Town Programm der Special Olympics soll die Inklusion in ganz Deutschland vorantreiben. Dafür werden vier Tage vor dem Beginn der World Games der geistig und mehrfach Beeinträchtigten vom 17. bis 25. Juni 2023 in Berlin die Aktiven in mehr als 200 Kommunen aus allen Regionen in Deutschland untergebracht.

„Das Gastgeber-Programm hat sich zu einem ganz wichtigen Teil der Special Olympics Bewegung entwickelt“, sagte Timothy Shriver, Chairman von Special Olympics International, über das erstmals 1995 bei den Spielen eingeführte Programm, „eine Stadt, die ein paar Tage eine Special Olympics Delegation zu Gast hat, wird für immer ein Special Olympics Gastgeber sein.“

Die Besucher – neben den Athleten auch die Trainer und Betreuer - werden durch die teilnehmenden Landkreise und Städte geführt, die in diesem Jahr der Vorbereitung neue inklusive Sportangebote und Strukturen schaffen sollen. Damit soll eine Nachhaltigkeit aufgebaut werden, damit sich die geistig Beeinträchtigten in Vereinen auch ernstgenommen fühlen. Sven Albrecht, Bundesgeschäftsführer von Special Olympics Deutschland, spricht davon, ein „Bewusstsein für Teilhabe in der Gesellschaft“ zu schaffen.

Für Mark Solomeyer, Athletensprecher und Vizepräsident von Special Olympics Deutschland, ist besonders eine langfristige Perspektive dieser gesellschaftlichen Teilhabe wichtig. Er freue sich, dass „wir dadurch Aufmerksamkeit in den Regionen bekommen, dass Barrieren im Kopf abgebaut werden! Am wichtigsten ist die Nachhaltigkeit – dass die Inklusion auch nach den Weltspielen in den Kommunen bleibt.“