Auf dem Kunstrasen der Hans-Rosenthal-Sportanlage in Charlottenburg ist Viktorias Trainer Farat Toku in seinem fünften Spiel mit den Fußballern aus Lichterfelde der erste Sieg gelungen. Im Berliner Landespokal besiegte der abstiegsgefährdete Drittligist den Oberligisten CFC Hertha 06 mit 2:0. Damit trifft Viktoria nun im Finale auf die VSG Altglienicke, die am Sonntag im zweiten Semifinale Regionalliga-Konkurrent Berliner AK mit 4:1 besiegte. Viktoria und Altglienicke trafen auch vor zwei Jahren im Finale aufeinander. Damals gewann die VSG mit 6:0.

Viktoria 89 dominierte in der ersten Spielhälfte, kam aber zunächst nicht zum Torerfolg. Die Chance nutzte erst nach der Pause Soufian Benyamina, der einen Handelfmeter sicher verwandelte. Mittelfeldspieler Lukas Pinckert erhöhte in der 65. Minute auf 2:0. Für ihn persönlich, sagte Trainer Toku, sei der Sieg nicht allzu wichtig. „Für die Mannschaft ist es viel wichtiger. Wir wollten ins Endspiel, das haben wir auch erreicht. Die Jungs haben es auch souverän gelöst.“

So ähnlich drückte sich am Sonntag auch Altglienickes Coach Karsten Heine aus, der mit seinem Assistenten Torsten Mattuschka ordentlich jubelte. Allerdings sah es für die VSG zunächst nicht nach einem souveränen Durchmarsch aus. Denn im Poststadion ging erst mal der BAK durch Nader El-Jindoui in Führung. Noch vor der Pause glich Tugay Uzan aus. Stürmer Christian Derflinger, John Liebelt sowie Berk Inaler stellten den Finaleinzug des Regionalligavierten sicher.

In Brandenburg steht Energie Cottbus im Finale

Nun haben Viktoria und Altglienicke das gleiche Ziel wie der FC Energie Cottbus, der im Finale des Brandenburger Landespokals auf den Oberligisten VfB Krieschow trifft: den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals zu schaffen. Damit würde der ehemalige Bundesligist Energie Cottbus vorübergehend auf die bundesweite Landkarte zurückkehren. „Es würde uns allen sehr, sehr guttun, wieder mal ein solches Fußballfest zu erleben – der Mannschaft, dem Verein, den Fans und der gesamten Region“, sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz. Im Halbfinale hatte sich Energie im Regionalligaduell gegen Titelverteidiger SV Babelsberg mit 2:0 durchgesetzt.

Im nur 15 Kilometer von Cottbus entfernten Krieschow ist die Euphorie indes groß. Der Verein fiebert dem größten Spiel seiner Geschichte entgegen. Viele Krieschower Spieler haben schon das Trikot des FC Energie getragen – darunter Dimitar Rangelow. Das Endspiel soll auch in diesem Jahr wieder im Rahmen des bundesweiten Finaltages der Amateure ausgetragen werden.