Berlin - Für die Eisbären beginnt der Endspurt. Mit dem Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg am Dienstagabend (20.30 Uhr, Magentasport) sind drei Viertel der ersten Saisonphase rum. Noch einmal geht es also gegen die bestens bekannten Teams aus dem Norden, ehe dann die sehnlichst erwarteten Duelle mit dem Süden anstehen. Für die Berliner startet diese zweite Etappe am 21. März zu Hause gegen die Augsburger Panther.

Stürmer Marcel Noebels sagt: „Die Liga hat das gut gemacht, die Liga aufzuteilen, um die Reisen etwas zu vermindern, aber wir alle sind es gewohnt, gegen 13 Mannschaften zu spielen.“ Entsprechend groß sei die Freude, sich nun wieder mit den alten Bekannten aus Baden-Württemberg und Bayern zu messen. „Dann hast du auch einen Vergleich, wie es in den Play-offs laufen könnte.“

Eines der besten Spiele der Saison

Wie unangefochten die Eisbären die Nordgruppe dominieren, unterstrich das 6:1 bei den Kölner Haien am vergangenen Freitag. „Das war eines der besten Spiele dieser Saison“, freut sich Noebels, „auch weil es uns gar nicht gestört hat, dass wir mit 0:1 hinten lagen.“ Dennoch ist aktuell noch schwer einzuschätzen, wie stark die Mannschaft von Serge Aubin im Vergleich zu den Schwergewichten im Süden um den dortigen Tabellenführer Mannheim, München und die wiedererstarkten Ingolstädter wirklich ist.

Nach den jüngsten Eindrücken gehen die Eisbären keineswegs als Außenseiter in diese Begegnungen. Zumal mit der Verpflichtung des 29 Jahre alten Kanadiers Simon Després, der am Dienstag aufgrund seiner Quarantäne noch pausieren muss, die Verteidigung nach dem überraschenden Abgang von Stefan Espeland in Richtung Salzburg weiter aufgewertet wird. „Dieser Transfer unterstreicht, dass wir diese Saison bis zum Ende spielen wollen“, sagt Noebels angriffslustig. Schon in der Vorsaison wähnten sich die Berliner bereit für den großen Wurf, doch dann endete die Spielzeit aufgrund der ersten Coronawelle vorzeitig.

Noebels stellt Rekordserie auf

Noebels ist dabei der Inbegriff für die Überzeugung im Team, den nächsten Schritt zu gehen. Die Auszeichnung zum wertvollsten Spieler der Saison hat ihn nicht zufriedengestellt, sondern vielmehr angestachelt, noch mehr zu investieren. Aktuell führt er die Scorerliste der Liga mit 26 Punkten an. 15 Spiele hintereinander hat er gepunktet, bereits beim vorletzten Spiel in Krefeld (6:1) eine neue EHC-Rekordserie aufgestellt.

„Unser Trainer hat viel damit zu tun, dass ich einen Weg gefunden habe, erfolgreicher zu spielen“, sagt Noebels. Das gilt zwar bisher nur für die bisherigen Spiele in der Nordgruppe, doch schon bald sollen das auch die Mannschaften im Süden des Landes zu spüren bekommen.