Zufall oder Vorsehung? Mit einem Glaslift geht es hinauf zum Ballsaal Döblin I im Park Inn Hotel am Alexanderplatz. Dort versammelte sich am Freitag die Konferenz der deutschen Spitzensportverbände. Glas, nun ja, das klingt nach Transparenz, und daran mangelt es im deutschen Sport traditionell. Daran hat sich auch jetzt, da der oberste Sportfürst des Landes, Thomas Bach (FDP), zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) aufsteigen will, nichts Grundlegendes geändert.

Es gibt Verbandspräsidenten, die eine Lähmung des Sports beobachten weil im Jahr 2013, das am 10. September in Buenos Aires die IOC-Krönung des Wirtschaftslobbyisten Bach bringen soll, manche Räder still stehen. Vieles ist den Privatinteressen des DOSB-Chefs Bach untergeordnet. Und auch die Frage seiner Nachfolge an der Spitze des Deutschen Olympischen Sportbundes wird noch vertagt. Einerseits logisch, weil über die IOC-Präsidentschaft erst im September entschieden wird. Andererseits unlogisch, weil, wenn Bach IOC-Boss würde, die Entscheidung über den DOSB-Chefposten binnen weniger Monate fallen müsste: bis zur Mitgliederversammlung am 7. Dezember.

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