Berlin - Wenn sein Name genannt wird, sind die Vergleiche zu den Großen der Branche nicht weit. Der 18-jährige Jamal Musiala, den Bundestrainer Joachim Löw nun in seinen vorläufigen Kader für die Fußball-Europameisterschaft berufen hat, ist seit Uwe Seeler der jüngste Spieler im schwarz-weißen Dress der A-Mannschaft des DFB. Franz Beckenbauer, dem Musiala in seiner spielerischen Leichtigkeit durchaus ähnelt, war immerhin 19, als er 1964 erstmals für Deutschland antrat.

Dabei dürfte Jamal Musiala zunächst kaum Interesse an der deutschen Fußball-Historie gehabt haben. Sein Weg schien schnurstracks in das Team der drei Löwen, der englischen Nationalmannschaft, zu führen. Er war 13, als er erstmals für die englische U-15-Auswahl eingewechselt wurde, aber den Trendscouts des DFB war nicht verborgen geblieben, dass dieses in Stuttgart geborene Supertalent über hessische Fußballwurzeln verfügt und zunächst für den TSV Lehnerz in Fulda gespielt hatte. Jamal war sieben Jahre alt, als er mit seinen Eltern, einer deutschen Mutter und einem nigerianischen Vater, nach Großbritannien übersiedelte, wo er für den FC Southampton und später für den FC Chelsea spielte.

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