James Sheppard (unten in der Mitte) spielt jetzt wieder für Uwe Krupp.
Foto: Mathias Renner/City-Press

BerlinDie Eisbären verlieren eine der wichtigsten Stützen der vergangenen Saison: James Sheppard wechselt nach drei Jahren in Berlin zu den Kölner Haien. Dass er dort wieder unter Krupp spielt, der den EHC nach dem knapp verpassten Titel 2018 verlassen hat, verleiht diesem Transfer eine gewisse Brisanz. Krupp sagt über seinen neuen Angreifer: „Er gibt uns Stabilität und Qualität auf der Mittelstürmer-Position. Unsere Mannschaft wird von seiner Erfahrung seiner Präsenz profitieren.“

Für die Eisbären ist das ein herber Verlust. Denn der 31 Jahre alte Mittelstürmer bringt die richtige Mischung aus Physis und Kreativität mit. In seiner ersten EHC-Saison brillierten Nick Petersen und Sean Backman an seiner Seite, es fehlte nur ein Sieg zur achten Meisterschaft. In der vergangenen Hauptrunde, über die es ja nicht hinausging, setzte er Leo Pföderl und Marcel Noebels in Szene. Entsprechend frustriert wirkt Noebels über Sheppards Abgang: „Das ist ein herber Verlust, nicht nur als Mitspieler, sondern auch als Mensch.“ Speziell die beiden verstanden sich fast blind.

3 Zugänge, 7 Abgänge bisher

Sportdirektor Stéphane Richer und Geschäftsführer Peter John Lee müssen sich nicht nur die Frage stellen, warum sich einer der wichtigsten Spieler im Kader zu einem Konkurrenten hingezogen fühlt, der in der abgelaufenen Hauptrunde der Krisenklub schlechthin war. Zudem ist es eine gewaltige Herausforderung einen Nachfolger ähnlicher Klasse zu verpflichten. Zumal Louis-Marc Aubry, 28, ebenfalls Mittelstürmer, keinen Vertrag mehr erhalten hat.

Mit Torwart Mathias Niederberger, 27, sowie Mark Zengerle, 30, und Stefan Espeland, 31, die aus Bremerhaven kommen, haben die Berliner drei Spieler verpflichtet, allerdings stehen dem sieben Abgänge gegenüber. Neben den Sheppard und Aubry haben auch André Rankel, 34, Florian Kettemer, 33, sowie das Torwart-Trio Justin Pogge, Sebastian Dahm, 33, und Marvin Cüpper, 26, keinen Vertrag mehr erhalten. Mit PC Labrie und Landon Ferraro laufen noch die Gespräche.