Am Mittwochmorgen lauschte Jhon Cordoba den Anweisungen Bruno Labbadias.
Foto: Moritz Eden/City-Press

BerlinEs dauerte keine 24 Stunden nach der Vertragsunterschrift, bis Hertha BSC seinen neuen Angreifer präsentierte. „Kein Problem“, sagte Cordoba, 27, zur Begrüßung. Es sind die einzigen beiden Worte, die der Kolumbianer auf Deutsch spricht. Gleichzeitig stehen sie für seine Vorfreude auf die Zeit in Westend. „Ich bin fit und will dem Trainer so schnell wie möglich beweisen, dass ich bereit für das Wochenende bin“, verspricht der Kolumbianer auf Spanisch, seiner Muttersprache.

Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt auch nicht. Am Sonnabend startet Hertha BSC bei Werder Bremen (15.30 Uhr) in die neue Saison. Und man merkt Cordoba seinen Tatendrang an. Denn es ist jede Menge Zeit vergangen, ehe sich die Hauptstädter und der 1. FC Köln über den 16-Millionen-Transfer einig waren. Der Deal war ja zudem eingebettet in ein Paket, zu dem gehört, dass Ondrej Duda für rund sieben Millionen Euro von der Spree an den Rhein wechselt.

Cordoba selbst war sofort klar, dass er nach Berlin will, nachdem er mit Adrian Ramos telefoniert hatte, dem ersten Kolumbianer in Diensten der Blau-Weißen. „Er hat mir gesagt, dass ich perfekt hierher passe. Auch der Trainer und Manager haben mich sofort vom Projekt überzeugt. Hertha will ganz vorne mitspielen. Das ist für mich eine besondere Motivation“, erklärte der Stürmer.

Wofür ihn Hertha holte, zeigte er bereits beim Vormittagstraining: Hier erzielte er bereits ein Tor nach dem anderen. 13 Treffer hat er beim 1. FC Köln in der vergangenen Saison erzielt, bei Hertha will er sich nun steigern: „Ich bin in der bisher besten Form meiner Karriere“, gibt Cordoba vor. Dabei ist es ihm egal, ob er als alleinige Spitze agiert oder mit Nebenmann Krzysztof Piatek. „Beide Varianten sind gut“, sagt er.

Dass seine Spielweise ein wenig an den einstigen Weltklasse-Stürmer Didier Drogba, 42,  erinnert, ist kein Zufall. Dessen Stil hat er nach zahlreichen Videosessions verinnerlicht. Entsprechend umschreibt er seine Fähigkeiten so: „Schnelligkeit, Kraft und Tore.“

Sorgen, dass er wie beim Effzeh ein Jahr Anlaufzeit braucht oder wie einst in Mainz nicht wirklich zurechtkommt, sollen sich Hertha-Fans nicht machen. „Ich bin reifer geworden, meine Einstellung besser. Ich weiß, was ich zu tun habe“, sagt er selbstbewusst.

Nach zuletzt drei torlosen Testspielen und der Pokal-Niederlage in Braunschweig könnte Cordoba genau der richtige Mann sein, damit Hertha in Bremen und damit in der Liga gut startet.