Kann auch zerknirscht gucken: Jürgen Klopp, Trainer des FC Liverpool, am Rande der Partie gegen den FC Arsenal.
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BerlinJürgen Klopp mit dem Kaffeetassen-ARD-Morgenmagazin-Zahnverblendung-Werbe-Lächeln. Jürgen Klopp in der Krampf-Gesicht-Kräuselkinn-Rumpelstilzchen-Beckerfaust-Hopseinlage-Pose. Es gibt den Manager des FC Liverpool aber auch  in der Was-willst-du-Kasper-von-mir?-Ausführung. „Habe ich das richtig gehört, Herr Keane hat gesagt, wir hätten heute Abend eine schlampige Leistung gezeigt?“, fragte der deutsche Trainer jetzt im Sender Sky Sports und sprach damit den TV-Experten Roy Keane an. Der 49 Jahre alte ehemalige Profi von Manchester United stellte daraufhin klar, dass er nur ein paar Momente im Spiel der Reds beim 3:1 am Montagabend an der Anfield Road über den FC Arsenal meinte. „Er spricht vielleicht von einem anderen Spiel, dieses kann es nicht gewesen sein. Sorry“, ereiferte sich Jürgen Klopp in bester Berti-Vogts-im-Interview-nach-einem-völlig-verkorksten-Auftritt-Manier.

Der Erfolg über die Gunners war der dritte Sieg des englischen Fußball-Meisters im dritten Spiel der neuen Saison. Lediglich aufgrund der Tordifferenz liegen die Liverpooler nur auf Platz zwei hinter dem ehemaligen Champion Leicester City.

„Nichts war schlampig, absolut nichts“, schimpfte Klopp weiter. „Das ist eine unglaubliche Beschreibung des Spiels, es war außergewöhnlich.“ Klopps Mannschaft war zunächst in Rückstand geraten durch einen Treffer von Alexandre Lacazette (25. Minute). Mit einem Doppelschlag leiteten Sadio Mané (28.) und Andrew Robertson (34.) aber schon kurz danach die Wende ein. Den dritten Treffer der Liverpooler erzielte Neuzugang Diogo Jota zwei Minuten vor dem Ende.

Seine Mannschaft sei von Beginn an dominant gewesen gegen ein Team, das zu 100 Prozent in Form sei, betonte Klopp. „Du musst aufpassen wie Hölle und darfst nicht durch Konter getroffen werden.“ Er habe jede Sekunde geliebt, meinte der 53 Jahre alte deutsche Trainer der Liverpooler, die am kommenden Donnerstag im Liga-Pokal erneut daheim auf den FC Arsenal treffen. Mit Jürgen Klopp, in welcher Ausführung auch immer.