Berlin - Verrückte Welt des Sports: Vergangene Woche noch schien sich beim Thema Doping eine Trendwende abzuzeichnen. Demnach ging ein beunruhigend großer Teil der Betrugsfälle auf Scharlatane zurück, die ihre ahnungslosen Opfer per Handauflegen mit anabolen Steroiden infizieren. Doch schon am Dienstag verdichteten sich Hinweise, dass in Wirklichkeit Schmuddelküchen für die sportive Pandemie verantwortlich sind. Jedenfalls zog Südkoreas Delegation bei den Olympischen Spielen in Japan die entsprechenden Konsequenzen.

Insgesamt 14 südkoreanische Köche verköstigen nun die südkoreanischen Athleten mit südkoreanischem Essen, das zuvor von einem südkoreanischen Ökotrophologen und einem südkoreanischen Lebensmittelkontrolleur einer südkoreanisch gründlichen Untersuchung unterzogen wurde. Das Antidoping-Programm hat seinen Ausgangspunkt in drei Containern, die eine Küche beherbergen und auf einem Hotelparkplatz in Urayasu nahe Tokio stehen. Vorgeblich um eine Verseuchung durch Lebensmittel aus Fukushima zu vermeiden, wo ja vor gut zehn Jahren in einem Atomkraftwerk eine Kernschmelze stattfand.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.