Lena Röhlings paddelt im Jahr 3000 bis 4000 Kilometer.
Berliner Zeitung/Markus Wächter

Berlin - Lena Röhlings hat den Tag mit gemischten Gefühlen begonnen. Als sie am Morgen aus dem Fenster ihres Zimmers am Olympiastützpunkt in Grünau geschaut hat, sah sie viele Wolken über der Regattastrecke im Berliner Südosten. Was einerseits ein Vorzug ist, denn bei einer solchen Witterung schippern weniger Freizeitkapitäne mit ihren Booten über die Dahme, und das sorgt für weniger störenden Wellengang im Training. Andererseits sind es gerade die frühen Stunden eines sonnigen Tages, die die Kanutin so an ihrem Sport liebt. „Es gibt fast nichts Schöneres, als beim Sonnenaufgang zu paddeln und die Natur zu genießen“, sagt Röhlings.

Was idyllisch klingen mag, hat allerdings nichts mit einem besinnlichen Ausflug auf dem Wasser gemein. Wenn der Puls in den Innenstadtbezirken gemächlich hochfährt, jagt er bei Röhlings und den anderen Kanuten in Grünau schlagartig in die Höhe. In ihrem blauen Boot, auf dem ein Sticker mit ihrem Namen angebracht ist, paddelt die 17-Jährige mal längere, mal kürzere Distanzen. Dabei wirkt sie stark fokussiert. Jede dieser Einheiten versucht sie zu nutzen, um sich dem Ziel Olympia 2024 in Paris zu nähern. „Sie ist eine Nachwuchssportlerin, die ihren Sport lebt wie eine Erwachsene“, sagt Felix Geisen, Trainer am Olympiastützpunkt. „Sie hat einen ausgeprägten Willen, wie ich ihn in diesem Alter selten erlebe.“

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